Hier finden missbrauchte Kinder ein Zuhause auf Zeit

Kinderschutzhaus „Mattisburg“-Hamburg

Hier finden missbrauchte Kinder ein Zuhause auf Zeit

Foto: Stiftung "Ein Platz für Kinder"

Ihre Schicksale sind berührend und dramatisch zugleich. Die Kinder, die zwischen vier und 12 Jahren in das diagnostische Kinderschutzhaus „Mattisburg“ kommen, haben Furchtbares hinter sich.

Auch für die Gründerin ist es nur schwer zu ertragen, doch Johanna Ruoff von der Stiftung „Ein Platz für Kinder“ der „Mattisburg“-Schutzhäuser gibt Hoffnung: „Den Jungen und Mädchen, die wir in unseren Schutzhäusern aufnehmen, wird es künftig besser gehen. Wir sorgen für eine gute Prognose nach einer Folge fataler Ereignisse.“

An erster Stelle der traurigen Missbrauchs-Statistik stehen Gewalt mit Tritten, Schlägen sowie Verletzungen in allen Bereichen des Körpers, gefolgt von massiver Vernachlässigung. Dabei kommt es oft nicht nur zum Entzug von Nahrung und Flüssigkeiten, sondern auch zu massiven psychischen Verletzungen, lernt doch ein Kind in den ersten Jahren das Sprechen, Lachen, Lieben und zu vertrauen. Das alles fehlt diesen Kindern und ist nur schwer nachzuholen. Hinzu kommt sexueller Missbrauch, den sehr viele der „Mattisburg“-Kinder erfahren mussten.

Der neue Lebensabschnitt beginnt mit dem Jugendamt, das die Kinder mit dem Auftrag einer genauen Trauma-Diagnostik in die „Mattisburg“ gibt. Für ein halbes Jahr – oder auch länger - begeben sich Psychologen, Therapeuten, Sozialpädagogen und Fachkräfte auf Spurensuche. Was ist dem Jungen oder Mädchen passiert? Warum reagiert Gustav* so aggressiv? Was macht Justin* so traurig? Warum verweigert Annabell* die Nahrung? Wenn es den Mitarbeitern gelungen ist, das Vertrauen der kleinen Trauma-Opfer zu erlangen und diese sich öffnen, kann der Weg der Stabilisierung und Therapie beginnen.

Seit drei Jahren ist die „Mattisburg“ ein Ort, wo Jungen und Mädchen ein Heim auf Zeit und Schutz finden, wenn der Verdacht besteht, dass ihnen körperliche Gewalt oder sexueller Missbrauch angetan wurde. Johanna Ruoff: „Nach dem durchschnittlich sechs- bis acht-monatigen Aufenthalt wird das Kind über das Jugendamt in eine Folgeeinrichtung vermittelt. Wie diese aussehen sollte, halten die „Mattisburg“-Mitarbeiter in ihrer Empfehlung genau fest. In Hamburg konnten nur drei der Kinder in ihr häusliches Umfeld unter Auflagen entlassen werden. Für alle anderen „Mattisburg“-Bewohner wurde ein neues Zuhause gesucht und gefunden.
*Namen geändert

Viel erreicht in Hamburg – Ziel sind aber weitere Mattisburgen in Deutschland! Die Stiftung „Ein Platz für Kinder" freut sich über jede Spende!

Jeder Euro hilft! Spenden an:
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE40 7002 0500 3751 0701 07
BIC: BFSWDE33MUE (München)

Kontakt:
Stiftung „Ein Platz für Kinder“
Büro Hamburg
Grindelhof 25
20146 Hamburg
Tel. 089-24411720
info@epfk.org
www.ein-platz-fuer-kinder.org

 

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