Interview mit Andreas Bourani

Andreas Bourani spricht den coolen Fred in „Baymax – Riesiges Robowabohu“ - seit 22. Januar im Kino

Interview mit Andreas Bourani

Foto: Hanna Boussouar

„Ich würde mir einen Roboter bauen, mit dem ich zum Einkaufen fliegen könnte.“

Die ersten Roboter haben es bereits in einige Hamburger Haushalte geschafft und es werden immer mehr. Als Staubsauger, sprechende Kaffeemaschine oder Fensterputzer kennen wir sie bereits. Im kürzlich gestarteten „Disney“-Animationsfilm „Baymax – Riesiges Robowabohu“ lernen wir nun eine ganz andere Robo-Welt kennen: „Baymax“ ist auf Mitgefühl programmiert, prüft Vitalfunktionen, lindert Schmerzen und kümmert sich um das Wohlergehen seines Besitzers. Was für eine geniale Erfindung. Grund genug, uns mit WM-Hit-Star Andreas Bourani („Auf Uns“), der Synchronstimme des coolen Freds, über diesen Film zu unterhalten.

Mit der Stimme einen Charakter darstellen – wie war diese Premiere für dich?
Das war eine tolle Erfahrung. Ich habe mich riesig gefreut, als „Disney“ auf mich zukam und mir diese Rolle anbot. Damit ist für mich ein Kindheitstraum wahr geworden. Und trotzdem war es eine große Herausforderung. In „Baymax“ gibt es viel Action mit viel Geschrei und Krach-Lauten. Das bedeutete auch viel Bewegung im Synchronstudio.

Hinter den coolen Sprüchen von Fred versteckt sich so einiges. Was sieht man dir auf den ersten Blick nicht an?
Dafür müsste ich mich mal auf den ersten Blick sehen … Ich bin ein sehr nachdenklicher Typ und reflektiere meine Gedanken und mein Handeln sehr oft. Dabei kommen auch hin und wieder Selbstzweifel auf, was man mir eventuell auf den ersten Blick nicht unbedingt ansieht.

Hinter dem Film steckt eine sehr emotionale Geschichte, in der der Tod des eigenen Bruders verkraftet werden muss. Was denkst du, wie Kinder so etwas aufnehmen?
Der Tod ist ein sehr wichtiger Teil des Lebens und er gehört einfach dazu. In unserer Gesellschaft wird der Tod viel zu häufig aus dem Leben verbannt, man spricht nicht über ihn und alles, was mit ihm zu tun hat, wird schnell verdrängt. Auch Kinder wissen schon früh, dass Menschen verletzbar sind, dass es Schmerzen gibt, wenn sie mal hinfallen. Der Tod ist nicht wirklich Leid, sondern zeigt uns, dass das Leben endlich ist. Wie schrecklich wäre es, wenn wir unsterblich wären. Insofern macht der Tod das Leben erst lebenswert – und das können Kinder auch schon verstehen.

Filmheld Hiro entwickelt telepathisch gesteuerte Mini-Roboter. Wenn du einen Roboter bauen würdest, was müsste er können?
Er wäre schon sehr nah an Baymax dran: Er müsste fliegen können, wäre um mein Wohlergehen besorgt und könnte meine Gesundheit überwachen.

In Japan sind Roboter ein Symbol für Hoffnung, sie stehen für eine bessere Zukunft. Was könnte dein Leben noch besser machen?
Technik bestimmt unser Leben, ist das Kommunikationsmittel überhaupt und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Ich bin derzeit sehr zufrieden, hatte ein tolles Jahr mit tollen Erlebnissen. Ich würde aber gern meine Zeit besser einschätzen können. Eine Uhr ist da bisher keine Lösung gewesen. Ich bräuchte etwas, dass mir sagt, was ich in einer bestimmten Zeit schaffen kann.

Im Film geht es um echte Freundschaft, Zusammenhalt und Mut. Wofür brauchtest du im Leben am meisten Mut?
Die Entscheidung zu sagen: „Ich bin Musiker“. Da waren große Zweifel, an mich und an mein Können zu glauben. Heute bin ich stolz, diesen Mut aufgebracht zu haben.

Filmheld Hiro steckt mitten in der Pubertät. Welche Erinnerungen hast du an diese Zeit?
Es war kein leichter Weg, sich zu emanzipieren, sich zu entdecken, sich auszuprobieren, dabei spielerisch zu sein und aus seinen Fehler zu lernen. Aber er macht einen stark für das Leben.

Wo würdest du Roboter Baymax in der realen Welt einsetzen?
Um zum Einkaufen zu fliegen. Das wäre doch cool, mal eben auf ihm zum Supermarkt zu fliegen und ´ne Riesen-Show zu liefern (lacht).

Du bist durch deine Hits auch Vorbild vieler Kids – wie empfindest du das?
Ich habe mich immer von anderen inspirieren lassen und finde es toll, jetzt auch andere inspirieren zu können.

Name: Andreas Bourani
Geboren: 2. November 1983 in Augsburg
Hits: 2014: „Auf Uns“, „Auf anderen Wegen“, 2012: „Wunder“, „Wie wir waren“ (mit „Unheilig“), 2011: „Nur in meinem Kopf“, „Eisberg“
LIEBLINGS-KINDER
- Film? „Das Dschungelbuch“, „Mary Poppins“
- Buch? „Die wilden Kerle“
- Gericht? Pommes

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