Filesharing und die Gefahren im Netz

Filesharing und die Gefahren im Netz

Foto: Filesharingabmahnung

Beim Filesharing handelt es sich um eine Methode zur Weitergabe und zum Austausch von Inhalten und Dateien mithilfe spezieller Programme. Die Nutzung solcher Filesharingprogramme kann jedoch zu juristischen Problemen führen. Der folgende Text klärt auf.

Die Grundidee beim Filesharing liegt in einer vereinfachten Veröffentlichung und Verbreitung von Dateien, die nicht auf einen zentralen Server angewiesen sind. Dabei findet ein Zusammenschluss verschiedener Rechner statt, die gemeinsam als eine Art Tauschbörse agieren. Die Dateien werden vervielfältigt und kopiert und später als Download zur Verfügung gestellt. Die Nutzung solcher Tauschbörsen ist grundsätzlich legal, da es sich hierbei in erster Linie nur um einen Datenaustausch handelt. Dennoch wird durch die Technologie häufig gegen das Recht verstoßen, weshalb es nicht selten aufgrund von Filesharing zu juristischen Konsequenzen kommt. Dies spielt vor allem im Zusammenhang mit dem Urheberrecht eine große Rolle.

Hierbei handelt es sich um geistiges Eigentum, welches ohne Erlaubnis verbreitet und veröffentlicht wird. Besonders häufig betrifft das Spielfilme. 69,3% aller Spielfilme werden ohne Erlaubnis kopiert und im Internet als Download veröffentlicht. Diese Handlung gilt laut Gesetz als Urheberrechtsverletzung, welche im Falle der Spielfilme, vor allem der Unterhaltungsindustrie schadet. Diese geht besonders Konsequenz gegen die Verletzungen vor, so dass den Betroffenen unter Umständen eine Schadensersatzforderung erwartet. Ziel des Urheberrechts ist es, sowohl den Urheber als auch sein Werk, also sein geistiges Eigentum, zu schützen. Dies schließt auch eine angemessene Vergütung für die Verwertung, Verbreitung und Veröffentlichung seiner Werke ein. Wird also eine Datei ohne Erlaubnis hochgeladen, erhält der Urheber in der Regel auch keine Vergütung für die Nutzung seines Werkes. Infolge kann es dazu kommen, dass Ihnen der Urheber eine Abmahnung aufgrund von Filesharing zukommen lässt. Zudem drohen weitere Sanktionen.

Bei der Filesharing – Abmahnung handelt es sich um eine zivilrechtliche Maßnahme zur Prozessvermeidung, deren Ziel eine außergerichtliche Einigung ist. Daher werden vom Geschädigten meist diverse Ansprüche geltend gemacht. Dazu zählen unter anderem:

  • Anspruch auf Unterlassung
  • Anspruch auf Beseitigung
  • Anspruch auf Schadensersatz
  • Anspruch auf Vernichtung, Rückruf und Überlassung
  • Anspruch auf Auskunft.

Wie hoch ein Schadensersatz nach einer Filesharing – Abmahnung ausfällt, kann nicht grundlegend gesagt werden. Dies wird meist je nach Einzelfall entschieden.

Weitere Informationen zum Thema „Filesharing und Gefahren im Netz“ finden Sie unter http://www.filesharingabmahnung.de/abmahnung/. Zudem bietet das kostenlose Ratgeberportal www.filesharingabmahnung.de viele weitere Ratgeber, Informationen und eBooks zu Themen, wie Widerspruch, Schadensersatz und IP-Rückverfolgung.

Über den Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V.

Der BvdR. E.V. ist der Zusammenschluss von Rechtsjournalisten und Rechtsanwälten aus ganz Deutschland, die Rechtsbeiträge zu verschiedensten Themen auf den Portalen arbeitsvertrag.org, scheidung.org, abmahnung.org und rechtsanwaltfachangestellte.org veröffentlichen.

Der Verband wurde im August 2015 von dem Rechtsanwalt Mathis Ruff in Berlin ins Leben gerufen. Übergeordnetes Ziel ist es, umfassende Informationsportale zu schaffen, auf denen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über sämtliche relevanten Rechtsbereiche in Deutschland informieren können. Zudem wird ein deutschlandweites Anwaltsverzeichnis aufgebaut und gepflegt. Der Verband sieht sich an dieser Stelle ausschließlich als Informationsplattform und bietet daher keine Rechtsberatung an.

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