Kinderbuchtipps von Politikern

Kinderbuchtipps von Politikern

Verlag: Oetinger

Vorsitzende aller im Bundestag vertretenen Parteien beteiligen sich an Themenwoche auf dem Facebook-Kanal der Stiftung Lesen

Mainz. Die Stiftung Lesen hat die Vorsitzenden von CDU, SPD, DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen nach ihren liebsten Kinder- und Jugendbüchern gefragt. Genannt wurden Titel, welche die Politiker selbst gern in ihrer Kindheit gelesen haben oder heute noch vorlesen. Die gesamte Auswahl finden Sie nachfolgend sowie ab 4.9. auf unserem Facebook-Kanal. Passend zur Bundestagswahl haben wir zudem eine Empfehlungsliste mit dem Titel „Wir reden mit! (Vorlese)bücher zu Politik und Partizipation“ zusammengestellt.

„Lesen ist Vielfalt – das zeigt die Bandbreite der Empfehlungen, für die wir uns herzlich bedanken. Die sehr persönlichen Antworten zeigen: Gute Kinderbücher begleiten uns ein Leben lang. Deshalb wollen wir alle Kinder und Jugendlichen für das Lesen begeistern und bitten um Unterstützung“, so Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen.

Bildung fängt mit Lesen an. Leseförderung sollte daher ein Bestandteil des Koalitionsvertrags sein, unabhängig davon, welche Parteien nach dem 24.9. die Regierung bilden. Kinder und Jugendliche, die häufig zum Buch oder E-Book greifen, ver­stehen komplexe Sachverhalte meist besser als Altersgenossen mit weniger Leseerfahrung. Dadurch fällt es ihnen leichter, eigene Schlussfolgerungen zu ziehen, ihren Forderungen Gehör zu verschaffen und Veränderungen anzustoßen – wichtige Voraussetzungen, um Demokratie mitzugestalten.

Angela Merkel, Vorsitzende der CDU Deutschlands:
„Mein Lieblingskinderbuch ist Max und Moritz von Wilhelm Busch. Warum? Weil mich die vielen Streiche der beiden immer so wunderbar zum Lachen gebracht haben. Und weil das mit dem Lachen sowohl beim Selber-Lesen als auch beim Vorlesen für Kinder funktioniert.“

Martin Schulz, Vorsitzender der SPD:
„Janoschs Oh, wie schön ist Panama. Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom kleinen Tiger und dem kleinen Bären. Es ist eine Geschichte von Freundschaft, Reise, Hoffnung, Aufbruch und Rückkehr. Der Wissensschatz, der in diesem kleinen Kinderbüchlein steckt, ist unermesslich. Die Geschichte ist einfach so schön, dass sie mir immer noch Spaß macht, ob beim Lesen oder Vorlesen.“

Katja Kipping und Bernd Riexinger, Vorsitzende der Partei DIE LINKE:
„Ein Jugendbuch, das mich sehr beeindruckt hat ist Mohr und die Raben von London von Vilmos und Ilse Korn“, sagt Katja Kipping. „Dieses Buch versetzt den Leser mitten hinein in die Zeit des Kapitalismus, als schwere Kinderarbeit in Fabriken noch selbstverständlich war. Dass die Lektüre eher spannend als bedrückend ist, liegt an den Abenteuern einer Jugendbande und an den Begegnungen mit der Familie Marx. Mich hat dieses Buch damals ermutigt, mich niemals mit Elend abzufinden.

Bernd Riexinger ergänzt: „Mein Lesetipp ist Die Vorstadtkrokodile von Max von der Grün. Das Jugendbuch spielt in den 1970er Jahren im Ruhrgebiet. Es geht um Freundschaft, um Armut, Mut und Vertrauen, aber auch um das Anderssein, etwa, weil ein Junge im Rollstuhl sitzt. (…) So taucht in dem Buch auch auf, wie sich damals das Leben der Menschen im Ruhrgebiet veränderte: Die Kohlezechen begannen zu schließen, die Arbeit wurde knapp und ‚Gastarbeiter‘ wurden zu Schuldigen der Misere erklärt. Nicht nur ein spannender, sondern auch sehr aktueller Jugendroman.“

Dr. Simone Peter und Cem Özdemir, Bundesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen:
„Pippi Langstrumpf, der Klassiker von Astrid Lindgren, hat es meinem Sohn und mir als Kind gleichermaßen angetan, so wie vielen Millionen Kindern weltweit auch“, so Dr. Simone Peter. „Das kesse und mutige Mädchen nimmt es fröhlich mit der ganzen Welt auf und zeigt augenzwinkernd, dass Mädchen mindestens dasselbe leisten können wie Jungs.“

Cem Özdemir erinnert sich: „Peter Härtlings Das war der Hirbel handelt von einem besonderen Jungen. Das großartige Kinderbuch thematisiert das Leben mit Behinderung und all seinen Schwierigkeiten. Es war das erste Buch, dass ich vollständig und vor allem freiwillig gelesen habe. Meine Nachhilfelehrerin hatte es mir geschenkt, als ich in der fünften Klasse war. Eine Initialzündung für mich: Es eröffnete mir die Welt der Bücher.“

Die Stiftung Lesen arbeitet dafür, dass Lesen Teil jeder Kindheit und Jugend wird. Denn Lesefreude und Lesekompetenz sind wichtige Voraussetzungen für die persönliche Entwicklung und ein erfolgreiches Leben. Als operative Stiftung führt sie in enger Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesministerien, wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Verbänden und Unternehmen breitenwirksame Programme sowie Forschungs- und Modellprojekte durch. Dazu zählen der „Bundesweite Vorlesetag“, der „Welttag des Buches“ und „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“, ein bundesweites frühkindliches Leseförderprogramm, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Die Stiftung Lesen steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird von zahlreichen prominenten Lesebotschaftern unterstützt. Mehr unter www.stiftunglesen.de

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