Schüleraustausch in Down Under

„Schulnoten und Englischkenntnisse spielen keine Rolle bei der Entscheidung für ein Auslandsjahr.“

Schüleraustausch in Down Under

Neuseeland und Australien gehören zu den begehrtesten Ländern bei Austauschschülern. Die Hamburger Austauschorganisation „Hausch & Partner GmbH High Schools Down Under“ hat sich auf diese beiden Länder spezialisiert und vermittelt rund 250 Schüler im Jahr. ALSTERKIND sprach mit Inhaberin Kristine Hausch über Möglichkeiten, Kosten und Elternsorgen. www.hauschundpartner.de

Was muss ein Schüler oder eine Schülerin mitbringen für ein Austauschjahr?
Der Antrieb für ein Austauschjahr muss auf jeden Fall vom Schüler selbst kommen nicht von den Eltern. Auch wenn diese vorbehaltlos hinter der Entscheidung stehen müssen. Der Schüler sollte Lust haben, sich auf Neues einzulassen. Die Schulnoten und Englischkenntnisse spielen keine Rolle.

Worüber machen sich die Eltern am meisten Gedanken?
Eltern geben ihr Kind für ein Jahr in die Obhut Anderer. Da müssen sie sicher sein, dass vor Ort alles gut organisiert ist und ihr Kind die lange Anreise gut meistert. Im Januar und Juli stellen wir dafür eine Flugbegleitung. Vor allem sind Eltern verunsichert, weil die Kids wegen der verkürzten Schulzeit heute erst 14 oder 15 Jahre alt sind wenn sie weggehen, statt wie früher 16 oder 17 Jahre. Doch wir können nach einem zweistündigen Gespräch gut einschätzen, ob ein Kind so weit ist.

Ein Austauschjahr in Down Under kostet rund 20.000 Euro. Was macht es so teuer?
Allein die Schulgebühren betragen zwischen 6200 und fast 9000 Euro im Jahr. Doch was die Schule ihren Schülern dafür bieten, ist fantastisch. Jeder Schüler bekommt einen individuellen Stundenplan. Zudem gibt es an jeder Schule ein Koordinatorenteam für ausländische Schüler, das unterstützt bei der Gastfamiliensuche, Fächerwahl und Sprachproblemen. Ein ebenso großer Kostenfaktor ist die Gebühr für die Gastfamilie, die zahlreiche Auflagen zu erfüllen hat.

Wie wird die Gastfamilie gefunden?
Bereits nach dem ersten Gespräch bei uns, erstellen wir ein Profil des Schülers, in dem die Hobbys aber auch gewünschte Schulfächer festgehalten werden. Das Profil bekommen die Schulen, die ein entsprechendes Fächerangebot haben. Die Schulen wiederum schauen, ob es passende Familien gibt. Idealerweise stimmen die Interessen und Hobbys überein. Spätestens zwei Wochen vor Abreise steht die Gastfamilie fest.

Was passiert wenn es vor Ort Probleme gibt?
Im schulischen Koordinatorenteam gibt es Ansprechpartner bei Schulfragen wie bei Unstimmigkeiten mit der Gastfamilie. Zudem sind wir natürlich auch immer für alle Probleme zu sprechen. Sollte die Chemie zwischen Schüler und Gastfamilie gar nicht stimmen, wird die Gastfamilie gewechselt. Das ist jedoch selten. Dramen oder sogar vorzeitige Abreisen hatten wir in 14 Jahren noch nicht.

MEHR INFOS ZU ANBIETERN UND EINEM AUSLANDSSCHULJAHR GIBT ES HIER:
- Elf privatwirtschaftiche Anbieter haben sich im „Deutschen Fachverband High School e.V.“ (DFH) zusammengeschlossen zum Zweck der Qualitätssicherung. Infos zu den Mitgliedern und einem möglichen Stipendium unter www.dfh.org
- Im Dachverband „Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen“ (AJA) haben sich sechs gemeinnützige Organisationen zusammengeschlossen. Infos unter www.aja-org.de.
- ww.weltweiser.de – unabhängiger Bildungsberatungsdienst, Veranstalter der Jugendbildungsmesse JuBi, Initiator der Weltbürger-Stipendien

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