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Mit Kindern durch das World Wide Web

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Foto: Shutterstock

Smartphone, Tablet und Computer gehören fest zu unserem Alltag. 95% der Kinder nutzen zu Hause einen Computer, meist mit Internetzugang. Schnell sind sie fit im Umgang damit und oft sogar besser als wir. Dennoch müssen wir sie durch die digitale Welt begleiten. Das Internet macht Spaß, es birgt aber auch Fallen und Gefahren. Wie schützen wir unsere Kinder und was machen wir im Ernstfall?

Je selbstverständlicher Eltern im Internet sind und digitale Medien als festen Bestandteil in ihren Alltag integrieren desto mehr Selbstsicherheit haben ihre Kinder im Umgang mit digitalen Medien.
Quelle: DIVSI U9-Studie: Kinder in der digitalen Welt

Das Spielen an Computer, Konsole oder im Internet gehört für 23 Prozent der 6- bis 13-Jährigen zu den liebsten Freizeitaktivitäten und ist fest in den Alltag integriert.
Quelle: KIM-Studie (Kinder + Medien, Computer + Internet), 2014

98 Prozent der Kinder (6 bis 13 Jahre)haben die Möglichkeit, zuhause das Internet zu nutzen.
Quelle: KIM-Studie (Kinder + Medien, Computer + Internet), 2014

55 Prozent der 8-Jährigen sind bereits online. Von den 6-Jährigen geht fast ein Drittel ins Internet, bei den 3-Jährigen ist es schon jedes zehnte Kind.
Quelle: DIVSI U9-Studie: Kinder in der digitalen Welt

85 Prozent der 12-Jährigen nutzen ein Smartphone. Bei den 6 bis 7-Jährigen sind es immerhin schon 20 Prozent.
Quelle: BITKOM-Studie „Kinder und Jugend 3.0“, 2014

Schritt für Schritt durch die Welt der Medien

Ähnlich wie Kinder die ersten Schritte an der Hand ihrer Eltern lernen, so sollten sie auch an der Hand der Eltern an das Internet herangeführt werden. Was sich so leicht anhört, ist im Alltag aber oft schwierig umzusetzen. Kinder sind schnell technisch versierter als ihre Eltern. Trotzdem sollten Eltern den Kleinen immer einen Schritt voraus sein. Wie, das erklärt Internet-Medien-Coach Stefanie Moers. Sie beschäftigt sich mit der Medienberatung von Eltern und hat sich als Journalistin auf das Thema „Sicherheit im Netz" spezialisiert.

Stefanie Moers: Altersgerechte Medienerziehung

2 bis 4 Jahre
Vorschulkinder werden langsam selbstständig und wollen Dinge schon „ganz alleine“ erkunden. Jetzt kann man ihnen erste Spiel- oder Filmangebote auf digitalen Medien machen. Eltern sollten die Nutzung begleiten, um das familiäre Gemeinschaftserlebnis emotional positiv beim Kind zu verankern. Wichtig sind alternative Freizeitangebote, für die es in dem Alter nicht viele Gegenstände braucht. Geschichten erfinden, Pantomime, ein Luftballon oder ein lustiges Lied können viel Spaß machen.

4 bis 7 Jahre
Die Kinder fangen an, sich stärker für digitale Angebote zu interessieren. Das Nachbarskind hat ein tolles Smartphone, in der Schule werden erste Internetrecherchen durchgeführt und online Lese- oder Mathepunkte gesammelt. Jetzt beginnt die Medienerziehung. Eltern sollten ihren Kindern bei den ersten Schritten im Internet helfen und ihnen Suchmaschinen und Werbeeinblendungen erklären. Spiele auf dem Elternhandy oder -tablet werden gemeinsam erobert. Das bewahrt Kinder vor nicht altersgerechten Angeboten.

7 bis 10 Jahre
Der Wunsch nach einem eigenen Smartphone, Fernseher oder Laptop entsteht. Bevor er erfüllt wird, sollte das Kind eine Grundverantwortung im Umgang mit digitalen Medien gezeigt haben. Hält es sich an familieninterne Medien-Regeln? Findet zwischen Eltern und Kind ein positiver, offener Austausch von Medienerlebnissen statt? Versteht das Kind mögliche Risiken? Ist es reif genug, visuell verstörende Medieninhalte zu verkraften oder dem Werbedruck zu widerstehen? Meist verfügen Kinder in dem Alter noch nicht über die entsprechenden Medienkompetenzen, um eigene Geräte zu erhalten.

10 bis 14 Jahre
Ein eigenes Smartphone gehört jetzt bald zur sozialen Teilhabe. Wer keines hat, ist von heute üblichen gruppendynamischen Kommunikationsprozessen ausgeschlossen. Grundregeln des sozialen Umgangs müssen bei Handy-Übergabe geklärt werden, um eine sichere, rechtskonforme und faire Nutzung zu gewährleisten. Grundsätzlich ist ein positiver Umgang mit derartigen Medien in einer digitalen Welt zu begrüßen. Über witzige Sprüche, die Jugendliche heute verbreiten, können Eltern und Kinder gemeinsam herzlich lachen und darüber über die Mediennutzung im Gespräch bleiben.

Nähere Infos und Termine unter: ww.medienkompetenz-moers.de

Kinder erleben Medien anders als Erwachsene
Was Kinder den Medienangeboten entnehmen und was sie verstehen, hängt von ihrem Entwicklungsalter ab. Die Altersempfehlungen sollten lediglich als Tipp verstanden werden, denn jedes Kind und jede Lebenssituation ist individuell verschieden.

Kindgerechte Internetseiten

www.internet-abc.de
Der Führerschein fürs Netz

www.fragfinn.de
Kindersuchmaschine

www.blinde-kuh.de
Kindersuchmaschine

www.spielbar.de
Interaktive Plattform der „Bundeszentrale für politische Bildung“ zum Thema Computerspiele

www.clixmix.de
Werbefreies Onlineportal für Kinder im Grundschulalter

www.klick-tipps.net
Werbefreie Seite, die Kinderwebsites prüft und bewertet

www.ein-netz-fuer-kinder.de
Übersicht über geförderte Kinderangebote

www.datenbank-apps-fuer-kinder.de
Qualitätsbeurteilungen von App-Angeboten für Kinder

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