Fazit zur GBS

Grundschulen in Hamburg

Fazit zur GBS

Fragen an die Schulleiterin Christiane Goeing der Schule an der Isebek in Eimsbüttel

Was sind Ihre Erfahrungen mit der GBS?

An unserer Schule gibt es hierzu regelmäßige Konferenzen, Teamsitzungen in den einzelnen Klassenstufen und Übergabezeiten in den Klassen. Alle Maßnahmen haben sich als gut und hilfreich erwiesen. Besonders wichtig ist die fest installierte Arbeitsgruppe bestehend aus Mitgliedern des Elternausschusses, des Elternrates, der Trägerleitung und der Schulleitung. Durch die genannte Struktur konnten alle schwierigen Themen gut bearbeitet und aufgefangen werden. Damit sind die Abläufe gesichert und die Basis gelegt. Zukünftiges Ziel ist es, durch inhaltliche Vernetzung die Qualität der ganztägigen Betreuung weiter zu verbessern.

Wo ist an Ihrer Schule Entwicklungsbedarf und was sind die nächsten Schritte?

Wir haben den Anspruch, alle Schüler auf allen Leistungsniveaus zu fördern und zu fordern. Aus diesem Grunde beschäftigen wir uns immer wieder sehr intensiv mit der Weiterentwicklung unseres Schulcurriculums und unseres Unterrichts. Ebenso ist uns das soziale Miteinander im Sinne einer inklusiven Schule ein Anliegen.

Woran erinnern Sie sich besonders gern, wenn Sie an Ihre Grundschulzeit denken?

Ich habe meine Grundschulzeit als eine unbeschwerte fröhliche Zeit in Erinnerung. Ich erinnere mich noch sehr genau an meine erste Klassenlehrerin und viele Ausflüge, die wir gemacht haben.

Was macht für Sie eine gute Grundschule aus?

Eine gute Grundschule ist für mich eine Schule, in der sich Kinder aufgehoben und geborgen fühlen, in der Kinder stressfrei lernen und sich ausprobieren können, in der es viele motivierende Lernsituationen gibt. Eine Schule, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder eingeht und sie in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit unterstützt.

Fragen an die Schulleiterin Ulrike Lammen von der Grundschule Turmweg in Harvestehude

Was sind Ihre Erfahrungen mit der GBS?

Anfangs gab es bei uns ein zu großes Kursangebot, das wir nun verringert und an die Bedürfnisse der Schüler angepasst haben. Zudem haben die Schüler auch mehr Selbstbestimmungsrecht. Außerdem haben wir die Essensschichten auf drei zeitlich kürzere Schichten mit weniger Kindern umgestellt. Auch die Stammgruppen am Nachmittag werden nach Möglichkeit nur noch aus ein bis zwei Klassen gebildet und nicht mehr aus fünf, so dass die Klassengemeinschaft auch am Nachmittag erhalten bleibt.

Wo ist an Ihrer Schule Entwicklungsbedarf und was sind die nächsten Schritte?

Weiterhin ist der Raummangel ein großes Problem: Wir bauen einen Trakt der ehemaligen Fremdsprachenschule im Schuljahr 2016/17 um und bekommen dadurch 12 Klassenräume und 2 Fachräume dazu. Anschließend entsteht noch ein Mensa-Neubau. Im Rahmen dieser Umbaumaßnahmen wird auch der Schulhof langfristig neu gestaltet. Wir sind eine „bewegte Schule“ und arbeiten kontinuierlich daran, das Konzept zu verbessern und zu erweitern. In den Ersten Klassen haben wir als Pilotprojekt vom ETV das soziale Kompetenztraining „SoMi“ eingeführt, das die Kinder frühzeitig im Umgang miteinander stärken soll. Wir würden sehr gerne die Initiative „Wir gehen aufs Ganze“ fortsetzen, um als Schule im Ganztag immer stärker zusammen zu wachsen. Dazu brauchen wir die Schulbehörde, die dieses Projekt unterstützt.

Woran an erinnern Sie sich besonders gern, wenn Sie an Ihre Grundschulzeit denken?

Wir haben für unser Schönschreibheft immer bunte Fleißpunkte bekommen. Dieses Belohnungssystem hatte so viel Anreiz für mich, dass ich bis heute eine fließende gleichmäßige Schrift habe. Ich war auf einer katholischen Grundschule in Hamburg. Einmal in der Woche mussten wir morgens um 8 Uhr in die Kirche. An eine Andacht kann ich mich nicht mehr erinnern, aber die Gospels, die wir damals gesungen haben, kann ich bis heute.

Was macht für Sie eine gute Grundschule aus?

Ein gemeinsames Verständnis von Zielen und Werten dieser Schule, qualitativ guter Unterricht, friedlicher Umgang miteinander, wiederkehrende Ereignisse, auf die sich die ganze Schule freut und natürlich Spaß am Lernen und Freude am Unterrichten.

Fragen an die Schulleiterin Daniela Hübel von der Gorch-Fock-Schule in Blankenese

Was sind Ihre Erfahrungen mit der GBS?

Die GBS gibt es an unserer Schule seit 2012. Die Kita Eichengrund betreute davor schon den Hort an unserer Schule, so dass man sich schon gegenseitig kannte, was die Eingewöhnungsphase recht problemlos machte. Die Zahl der Schüler, die die GBS besuchen, ist über die Jahre stetig angewachsen und die Tendenz ist weiter steigend. Das macht es zwingend notwendig, dass ein reger Austausch und Kontakt zwischen Lehrern und Erziehern stattfindet. Da sind wir hier bereits auf einem sehr guten Weg und wollen das in Zukunft auch weiter ausbauen. Im Zuge des Neubaus, der ansteht, werden sich auch die Räumlichkeiten der GBS ändern. Im Moment ist vor allem die Essenssituation für alle Beteiligten nicht wirklich befriedigend.

Wo haben Sie an Ihrer Schule noch Entwicklungsbedarf?

Insgesamt sind wir als Schule sehr gut aufgestellt, was uns der Bericht der letzten Schulinspektion gezeigt hat. Nichtsdestotrotz ist Schule etwas Lebendiges, das sich immer in Bewegungbefindet.Wir werden also weiterhin darauf schauen, was für unsere Schüler und für uns als Schule wichtig ist und was wir brauchen. Ganz aktuell sind wir gerade dabei, ein Konzept zur Steigerung sozialer Kompetenzen zu erstellen, das sich unterrichtsbegleitend über alle 4 Schuljahre erstrecken soll.

Wie gehen Sie mit der Flüchtlingssituation an Schulen um?

Wir als Schule sind im Moment noch nicht betroffen. Das einzige, das wir schon machen konnten, waren Sammlungen unterschiedlichster Art (Kinderwagen, Reisebetten, Bekleidung, Schulhefte, Stifte etc.). Die Unterstützung der Elternschaft war hier immens groß. Auch sind wir in engem Kontakt und Austausch mit Frau Rodenbeck vom„RundenTisch Blankenese" und sind gerade dabei zu überlegen, wie wir als Schule die Kinder aus den Flüchtlingsunterkünften in außerschulische Aktivitäten (Theaterbesuche, Spielnachmittage etc.) integrieren können.

Was sind Ihre Erinnerungen an die Grundschulzeit?

Ich erinnere mich sehr gerne an meine Grundschulzeit zurück, da das für mich eine sehr unbeschwerte Zeit war. Ich habe Freundschaften geknüpft, die heute noch bestehen. Ich durfte in der Grundschule auch noch wirklich Kind sein. Ich habe mir damals noch keine Gedanken über Zensuren oder weiterführende Schulen gemacht. Hausaufgaben waren ein lästiges Übel, die gemacht werden mussten. Am besten sofort nach dem Mittagessen, damit noch ganz viel Zeit zum Spielen und Freunde treffen blieb. Dass ich das so erleben durfte, dafür bin ich meinen Eltern und meinen damaligen Lehrern sehr dankbar.

Was macht eine gute Grundschule aus?

Eine gute Grundschule ist für mich ein Ort, der die Schüler mit dem besten Handwerkszeug für ihre weitere Schullaufbahn vorbereitet und sie stark macht für das Leben. Ihnen den Rücken stärkt, sie zu kleinen großen Menschen macht, die schon in frühen Jahren einen sozialen und rücksichtsvollen Umgang miteinander lernen und die an sich und ihre Ziele glauben.

Fragen an die stellvertretende Schulleiterin Stephanie Kunze von der Schule Isebarg in Rissen

Was sind Ihre Erfahrungen mit der GBS?

Wir haben anfangs nicht immer an die andere Hälfte gedacht: die Raumteilung musste sich einspielen (doppelte Benutzung), wir hatten keine Kooperationszeiten und die Auswahl der Kurse war noch nicht optimal. Deshalb haben wir Kooperationszeiten eingeführt, es gibt nun zwei gemeinsame Konferenzen im Schuljahr, Schul- und GBS-Leitung haben wöchentliche Gesprächstermine, die Schule wird gemeinsam präsentiert und es gibt gemeinsame Verantwortlichkeiten, z.B. Sicherheitsbeauftragte. Das Kursangebot ist nun vielfältiger mit sportlichen, künstlerischen, naturwissenschaftlichen und ruhigen Angeboten. Zukünftig werden wir die Kooperation, die Inklusion und die Vernetzung von Vormittag und Nachmittag noch weiter stärken.

Wo sehen Sie an Ihrer Schule noch Entwicklungsbedarf?

Wir entwickeln unsere ausgearbeiteten Kompetenzbögen weiter, indem wir Lerneinheiten entwickeln, die die breite Lernausgangslage der Kinder berücksichtigen. Inklusion heißt für uns nicht nur: Differenzierung für schwache/Inklusionskinder, sondern den Unterricht auch für Kinder mit Begabungen/Hochbegabungen anzupassen. Dazu haben wir schulintern eine Lehrerfortbildung absolviert und jedes Stufenteam arbeitet nun jedes Schuljahr für die Fächer Deutsch und Mathe eine Lerneinheit aus. Als ehemalige Integrationsschule (nun Schwerpunktschule) können wir auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Jedoch müssen wir uns auf die neuen Vorgaben der Inklusion umstellen und Ressourcen sinnvoll nutzen und einsetzten. Wir haben ein integratives Förderkonzept erarbeitet, welches die Inklusion strukturiert.

Wie gehen Sie mit der Flüchtlingssituation an Schulen um?

Bisher haben wir nur ein Kind in Stufe 2 beschult. Durch den Einsatz der Klassen- und Fachlehrer konnte die Integration schnell und sehr effektiv umgesetzt werden. So wurde zusätzlich einmal die Woche Deutsch als Zweitsprache unterrichtet. Anders sieht die Situation bei den IVK (Internationale Praxisklassen) aus. Bisher gibt es noch keine festen Planungen für IVK 3-4 – daher gibt es viele Ideen für die Integration, z.B. ein Patenklassenmodell. Bisher konnten wir jedoch noch keine konkreten Ideen umsetzten, da wir diese individuell und auf die Gruppen bezogen entscheiden.

Was sind Ihre Erinnerungen an Ihre Grundschulzeit?

Ich erinnere mich gern an den Sachunterricht, besonders die Experimente und Ausflüge. Für mich war die Grundschule ein Ort, an dem ich meine Freunde getroffen habe – die Pausen waren natürlich immer ein Highlight. An meine Einschulung kann ich mich noch sehr gut erinnern und entdecke jedes Jahr meine Gefühle„endlich bin ich ein richtiges Schulkind“ bei vielen unserer Erst- klässler wieder. Ich bin sehr gern zur Grundschule gegangen, dies war eine Zeit ohne Druck und irgendwie ging alles immer ganz leicht.

Was macht eine gute Grundschule aus?

Eine gute Grundschule ist für mich: Ein Ort, an dem Lernen Spaß macht und an dem man Spaß beim Lernen entwickelt, man Kompetenzen erkennt und entfalten kann, Kinder auch noch Kinder sein dürfen, ein guter, offener, respektvoller Umgang zwischen Kindern, Lehrern, Eltern und der GBS.

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