Do it yourself im Herbst: Eine Vogelscheuche selbst bauen

Die dritte Jahreszeit hält Einzug in Deutschland:

Do it yourself im Herbst: Eine Vogelscheuche selbst bauen

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Es wird kälter, nasser und grauer. Gleichzeitig färben sich die Blätter bunt und mit Erntedank, St. Martin und Halloween stehen farbenfrohe Festlichkeiten an. Grund genug, um mit den Kindern einzigartige Bastel- und DIY-Projekte umzusetzen. Viele Ideen sind bereits mit einfachen Mitteln aus dem Garten oder dem Baumarkt realisierbar und machen Erwachsenen wie Kindern große Freude.

Kurz vorab: Ihren Ursprung haben Vogelscheuchen in der Landwirtschaft. Bauern stellten sie auf, um Raben und andere Vögel von ihren Feldern fernzuhalten.

Schritt 1: Ideenfindung und Materialbeschaffung
Bevor das Basteln und Bauen starten kann, müssen Eltern und Kinder entscheiden, was denn überhaupt entstehen soll. Eine Vogelscheuche ist beispielsweise originell und dekorativ und erfüllt zugleich einen praktischen Nutzen. Sie soll Vögel und andere Wildtiere davon abhalten, das eigene Feld oder den Garten zu betreten. Auch zu Halloween, dem irischen Brauch am 31. Oktober, macht sich eine Vogelscheuche, nebst ausgehöhlten Kürbissen, gut als Dekoration am Hauseingang.

Wer also eine eigene Vogelscheuche bauen möchte, ist im Herbst genau richtig. Einige Materialien können Bastler dabei in Feld, Wald und Wiesen finden – aber Achtung: Hier kommt es auf das richtige Verhalten an! Grundsätzlich gilt, dass Waldwanderer ihre Umgebung nicht zerstören und den Lebensraum der Tiere erhalten. Deshalb kaufen immer mehr Eltern Bastel- und Do it yourself-Utensilien lieber im Baumarkt. Die Toom Baumärkte bieten ein breit gefächertes Sortiment. Von Brettern und Holzlatten in verschiedenen Stärken über Werkzeuge und Nägel ist alles für die Vogelscheuche zu finden. Im Toom Baumarkt hilft geschultes Personal bei der Auswahl der passenden Utensilien, sodass dem Projekt Vogelscheuche nichts mehr im Weg steht. Folgende Materialien sind für den Bau einer Vogelscheuche unerlässlich:

• Eine Holzlatte, einen Meter lang
• Eine Holzlatte, zwei Meter lang
• Stroh
• Sackleinen (beispielsweise aus einem alten Kartoffelsack)
• Alte, ausrangierte Kleidung
• Ein Hut
• Hosenträger oder Kokosstrick
• Nägel
• Bindfaden

Hinzu kommen einige Werkzeuge. Bastler benötigen eine Säge, einen Hammer, einen Bleistift und eine Schere.

Schritt 2: Das Grundgerüst bauen
Wenn das gesamte Material im Baumarkt gekauft oder aus dem eigenen Fundus gesammelt wurde, kann der eigentliche Bau beginnen. Zunächst ist es wichtig, die längere der beiden Holzlatten an einem Ende „anzuspitzen“. So hält sie im Boden später besser. Dafür einfach mit dem Bleistift eine Spitze auf dem Holz vorzeichnen und diese dann aussägen. Es ist nicht nötig, das Holz danach abzuschleifen, da der angesägte Teil später in der Erde versenkt wird.

Dann müssen die beiden Holzlatten verbunden werden. Dafür sind Nägel in der Regel ausreichend. Die kürzere Holzlatte kommt quer auf die längere Holzlatte, sie bildet dann das Grundgerüst für die Arme der Vogelscheuche. Dabei hat sie einen Abstand von etwa 40 Zentimetern zum oberen Ende der längeren Latte. Dann wird das Grundgerüst an der vorgesehenen Stelle in den Boden gesteckt. Hier ist darauf zu achten, dass die Vogelscheuche später guten Halt hat und nicht umkippen kann.

Schritt 3: Der Vogelscheuche Kopf und Körper geben
Nun geht es an den spaßigen Teil: Die Vogelscheuche formen! Hier sind die Kinder gefragt: Wie soll der Kopf der Vogelscheuche aussehen, wie dick sollen ihre Arme werden? Das Stroh wird genutzt, um die Körperteile zu formen, sie werden dann mit Bindfäden am Grundgerüst befestigt. Sobald der Kopf die gewünschte Form hat, wird das Sackleinen darübergestülpt und wiederum mit Bindfäden verschnürt.

Dann ist es Zeit, die Vogelscheuche anzuziehen. Hier eignen sich alte Latzhosen besonders gut. Diese können über das Holz des Grundgerüsts gehängt und verschlossen werden. Steht keine Latzhose zur Verfügung, werden Hosenträger oder Kokosstrick zur Befestigung verwendet. Bei der Wahl der Kleidung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Sie kann bunt, auffällig, dreckig, voller Flecken sein – Hauptsache, die Vogelscheuche sieht am Ende lustig bis gruselig aus! Für die Oberbekleidung der Vogelscheuche eignen sich durchgehend geknöpfte Hemden gut, da diese leicht anzuziehen sind.

Der Hut, das klassische Accessoire einer Vogelscheuche, hilft dabei, sie lebendiger wirken zu lassen. Wichtig ist, dass der Hut fest auf dem Kopf sitzt, damit er nicht beim nächsten Windstoß davonfliegt.

Übrigens: Eine liebevoll gestaltete Vogelscheuche mit Gesicht unterstreicht den dekorativen Charakter der Puppe. So wird sie zum Blickfang für Menschen und zur Abwehr für Tiere.

Schritt 4: Die personalisierte Vogelscheuche
Nun ist die Vogelscheuche im Grunde fertig. Vor allem Kinder haben besonderen Spaß daran, sie jetzt noch zu personalisieren. Ähnlich wie beim Schneemann im Winter eignen sich viele Naturmaterialien oder Dekoelemente aus dem Baumarkt dafür, der Vogelscheuche mehr Leben einzuhauchen. Ein Gesicht aus Blüten, Kastanien oder Tannenzapfen ist eine lustige Idee und einfach herzustellen. Die dekorativen Elemente sind mit Holzleim, Bindfäden oder Sicherheitsnadeln an der Vogelscheuche zu befestigen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, die Vogelscheuche mit bunten Bändern, die sich im Wind bewegen, zu versehen. Das verstärkt einerseits den Abwehreffekt, den die Vogelscheuche auf Tiere hat, andererseits wirkt die Puppe dadurch noch realer. Reflektierende Objekte, wie ausrangierte CDs oder Reflektoren eignen sich ebenfalls gut für diesen Effekt.

Übrigens: Kürbisse und Vogelscheuchen passen im Herbst prima zusammen. Sie sind dekorativ und machen die graue Jahreszeit etwas bunter.
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Und bei schlechtem Wetter?
In Hamburg und Umgebung lässt das Wetter nicht immer Bastelarbeiten im Freien zu. Deshalb gibt es viele tolle Spiel- und Bastelideen bei Schietwetter. So können die Kinder sich beispielsweise bei schlechtem Wetter mit dem Aushöhlen von Kürbissen beschäftigen. Für Halloween können die Kinder lustige und gruselige Gesichter in die Kürbisse schnitzen – von Fratzen über Grinsekatzen ist hier alles denkbar. Gemeinsam mit der Vogelscheuche aufgestellt bilden sie eine dekorative Einheit und verschönern den Garten, den Hauseingang oder bilden den Hintergrund für die schönsten Feste im Herbst.

Zwei Feste, zu denen die neue Herbstdekoration passt
Das Erntedankfest, ähnlich dem amerikanischen „Thanksgiving“ ehrt im christlichen Glauben die Schöpfung Gottes. Der Mensch sieht sich als Teil der Schöpfung und begreift den Anbau und die Aufnahme von Nahrung als Kreislauf innerhalb dieser allmächtigen Schöpfung. 2019 findet das Erntedankfest am 6. Oktober statt.

St. Martin findet jedes Jahr am 11. November statt, zeitgleich mit dem Auftakt der Karnevalssession in einigen Landkreisen und Bundesländern. Dennoch haben die beiden Feste nicht viel miteinander gemein. Am Martinstag finden vielerorts Laternenumzüge und Feiern statt, die dem römischen Soldat Martin gedenken. Dieser teilte seinen Mantel mit einem Obdachlosen und bekannte sich daraufhin zum Christentum.

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