Der Gewinner des altonale Kunstpreises ist gefunden!

Der Gewinner des altonale Kunstpreises ist gefunden!

Foto: altonale

Während der diesjährigen altonale haben insgesamt 78 Künstler*innen in den anliegenden Schaufenstern von Ottensen und Altona-Altstadt aktuelle Arbeiten zum Thema GRENZEN realisiert und sich damit um den altonale Kunstpreis 2018 beworben.

Dieser wird jährlich im Rahmen der kunst altonale ausgeschrieben und von der Kulturbehörde gestiftet. Er ist dieses Jahr mit 2.500 € dotiert. Die öffentliche Verleihung des altonale Kunstpreises fand am 7. Juni im Altonaer Museum statt.

Von den 78 Künstlerinnen wurden insgesamt 11 für den altonale KUNSTPREIS nominiert, außerdem gab es drei Nachnominierungen:*

1. Felix Almes, im Mercado, Ottenser Hauptstraße 10
2. Leon Daniel, Meyer & Co Bestattungen, Große Rainstraße 27
3. Lukas Engelhardt, Hi-Fi klubben, Große Bergstraße 223
4. Hannimari Jokinen, Antiquariat Halkyone, Lamp’lweg 10
5. Stefan Klein, Ottenser Hauptstraße 20
6. Anne Euler & Tina van de Weyer, True Rebel Store, Große Bergstraße 193
7. Künstler*innen des RHZ, Salon Algan, Bahrenfelder Straße 183
8. Stefanie Schmidt, Kajan Luc und Fabiana Woywod, Bücherhalle Altona, im Mercado, Ottenser Hauptstraße 10
9. Pia Schmikl, Haspa, Ottenser Hauptstraße 29
10. Janina Totzauer, Performances: 11. Juni ab 18.15 Uhr, Victoria Apotheke, Bahrenfelder Straße 69

Nachnominierungen

11. Sissy Schneider, bei DFM Mode, Bahrenfelder Straße 150
12. Valeska Stach, bei Hugendubel im Mercado, Ottenser Hauptstraße 10
13. Christian Wischnewski & Laura Lichtblau, bei Walka, Ottenser Hauptstraße 31

Preisträger des altonale Kunstpreises 2018 ist Stefan Klein mit seiner Arbeit „Familiar“ bei Fa. Clas Ohlson, Filiale Altona, Ottenser Hauptstraße 20.

Aus der Begründung der Jury:

"In seiner Arbeit tauscht der Künstler das Schaufensterdisplay eines internationalen Einzelhandelsunternehmens gegen ein anderes aus – und zwar gegen ein Display desselben Unternehmens, nur aus einer anderen Filiale. Faktisch verändert sich also wenig bis nichts: es sind weiterhin die gängigen, zur aktuellen Saison passenden Produkte im Schaufenster zu sehen, nach Marketinggesichtspunkten stimmig inszeniert. Dem Passanten würde nichts auffallen, stünde da nicht der Hinweis, dass hier unter dem Titel „Familiar“ ein Kunstprojekt „passiert“.

Und es „passiert“ tatsächlich – und zwar im Kopf. Ob der Künstler wirklich einen Austausch der ohnehin austauschbaren Schaufensterauslage vollzogen hat oder nicht – es gibt keine Beweise. Die Grenze zwischen Lüge und Wahrheit wird strapaziert, die Grenze zwischen Original und Fälschung verwischt. Behauptet der Künstler seine Aktion nur? Welches Spiel spielt er mit uns?

Rein visuell bietet dieses Werk dem Beobachter nur eine flache Erfahrung – ein Schaufenster wie das eines jeden anderen global operierenden Unternehmens. Konzeptionell hingegen öffnen sich Welten:

Stefan Klein hat nicht nur das Thema der diesjährigen altonale – „Grenzen“ – virtuos ausgelotet. Er geht mit seinem Beitrag auch selber an die Grenze des Wettbewerbs „Kunst im Schaufenster“. In einer fast unverschämten Aktion legt er seinen Finger ganz tief in die Wunde unserer heutigen Verfassung. Er thematisiert die Austauschbarkeit der heutigen globalisierten und konsumorientierten Warenwelt. Er verdeutlicht die Fragilität von Wahrheit in einer Gesellschaft, die von Behauptungen getrieben wird. Und er löst die Grenze zwischen Kunst und Alltag auf."

Der 2. Preis ging zu gleichen Teilen (je 500 Euro) an: Valeska Stach bei Hugendubel im Mercado und Leon Daniel im Bestattungsinstitut Meyer&Behn

Die Jury: Inga Wellmann, Kulturbehörde Hamburg, Angela Holzhauer (Galeristin), Mike Schäfer (Künstler und Bühnenbildner), Helene von Oldenburg (Kuratorin und Künstlerin/ FRISE) sowie als Gastjuror der Vorjahrespreisträger Klemens Czurda.

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung des Wettbewerbs bei der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der IG Große Bergstraße.

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