Die altonale wird digital und kontaktlos

Die altonale wird digital und kontaktlos

Am 5. Juni hätte die altonale22 begonnen. Bevor Corona uns alle traf, stand ein großartiges Programm in den Startlöchern. Stand? Es steht immer noch, nur anders!

Das Team der altonale - Geschäftsstelle, Künstlerinnen, Organisatorinnen, PR-Team und alle anderen - haben in den letzten Wochen und unter ungewöhnlichen und ja, manchmal auch erschwerten Bedingungen unglaubliches geleistet und ein völlig anderes altonale-Programm auf die Beine gestellt. Wir wollten dabei nicht nur bisherige Formate abfilmen und online stellen. Vielmehr haben wir überlegt, welche neuen Veranstaltungsformen den Anforderungen an "Social Distancing" gerecht werden und vielleicht gerade deshalb besonders und "typisch altonale" sind. Einer unserer wichtigsten Grundsätze, nämlich die Ermöglichung von Teilhabe, stand dabei immer im Fokus.

Aus diesen Überlegungen und Planungen ist ein Programm entstanden, das nicht erst morgen beginnt, sondern tatsächlich schon seit einigen Wochen aktiv und online ist und fast täglich wächst. Hier ein kleiner Auszug:

Ihr macht es möglich - die Kulturbeutel-Aktion für Mitarbeiter*innen der Asklepios Klinik Altona

Ungewöhnlich "gehaltvolle" Taschen bekamen Mitarbeiterinnen der Asklepios Klinik Altona, die sich in der aktuellen Situation mit unermüdlichem Einsatz für die Versorgung und Gesundung der vom Corona-Virus betroffenen Menschen einsetzen, am 13.05.2020 überreicht: Die altonale hat zusammen mit Künstlerinnen und Partnern "Kulturbeutel" gepackt. Zum Inhalt zählten neben Gutscheinen für das Altonaer Museums und für den Besuch eines Liederabends "Mehr Meer" – sobald dies wieder möglich ist – auch ausreichend Lesestoff (Bücher sowie das aktuelle ALTONA MAGAZIN), extra angefertigte Kunstdrucke vom Bildhauer Johannes Caspersen, Links zu Filmen, Bastelanleitungen für kleine und große Tüftler und einiges mehr. Für die Kulturbeutel hat der Hamburger Regisseur Lasse Buchhop zusammen mit zwölf Macher*innen der altonale eine Videobotschaft als "Dankeschön" unter dem Titel "Ihr macht es möglich" produziert. Der Titel ist eine Ableitung von der Pay-what-you-want-Initiative der altonale.

altonale InterAktion mit Künstler*innen aus deinem Viertel!

"Stell dir vor, das kulturelle Leben blüht wieder auf und du bist ein Teil davon." Genau das will InterAktion. Es bietet die Möglichkeit, gemeinsam mit Künstler*innen große und kleine Projekte umzusetzen. So kann man zum Beispiel ein Buch von seinem Lieblingsautoren gegen einen Künstler-Holzschnitt von ihm tauschen. Oder für den Geburtstag einer Freundin oder für die Hochzeit eines Neffen einen Trickfilm mit Unterstützung einer professionellen Trickfilmerin selbst produzieren. Oder beim Wortfindungsamt ein Wort einreichen, das auf einer Schutzmaske ihren Ausdruck findet. In dieser Aktions-Reihe finden sich immer wieder neue Projekte, die aus dem großen Netzwerk der altonale, vor allem aber aus Altona selbst gespeist werden. Es lohnt sich, hier regelmäßig vorbei zu schauen:
https://www.altonale.de/altonale/altonaledigital/interaktion/

LIEBLINGSMENSCH – ein partizipatives Fotoprojekt der altonale

Die Nachbarschaft in Altona ist aufgerufen, ihren Lieblingsmenschen zu fotografieren. Wir möchten wissen, wer lebt in Altona? Und warum ist die Person dein Lieblingsmensch? Porträts können noch bis zum 30. Juni – gern mit einem begleitenden Satz – an die altonale geschickt werden. Auf unser Webseite veröffentlichen wir laufend die eingehenden Bilder und präsentieren eine stetig anwachsende Galerie von ganz unterschiedlichen Menschen. Gerade in Zeiten von Rückzug und Vereinzelung wird so die Vielfalt unserer Nachbarschaft sichtbar. Wir planen, das Projekt LIEBLINGSMENSCH zu einem späteren Zeitpunkt in einer großen Ausstellung im Mercado zu zeigen.
Foto-Einsendungen bitte an: lieblingsmensch@altonale.de Mehr dazu hier:
https://www.altonale.de/altonale/altonaledigital/lieblingsmensch/

Jeder braucht seine Schutzgöttin - wir suchen individuelle Interpretationen der Altonia

In Zeiten wie der Corona-Krise benötigen und wünschen wir uns alle Schutz und Mut, um all das anzugehen, was diese Situation und die ungewisse Zukunft von uns erwartet. Hilfreich wäre da sicher manchmal ein Schutzengel oder auch eine Schutzgöttin. Im Altonaer Museum hängt prominent das Gemälde "Die Schutzgöttin Altonia" von Otto Marcus aus dem Jahr 1900. Inspiriert wurde dieses Werk von dem berühmten Bildnis "Die Freiheit führt das Volk an" von Eugéne Delacroix aus dem Jahr 1830. Bereits während der beabsichtigten Schließung des Altonaer Museums in 2010 war die Altonia Symbol des Widerstands. Nun soll sie für uns wieder zu einem Sinnbild werden – für Schutz, Mut, Kraft und Zuversicht. Wir bitten alle Altonaer*innen, ihre ganz persönliche Interpretation des Gemäldes – unter den erforderlichen Bedingungen der derzeitigen Kontaktbeschränkungen und mit viel Fantasie – nachzustellen: Daheim in der Badewanne mit Plastikbarkasse, im Wohnzimmer mit fliegendem Besen, in der Küche mit rauchenden Töpfen und Bratenschieber in der Hand, im Kinderzimmer mit Lego oder Playmobil oder auf der Terrasse in der Schubkarre und stolz erhobener Schaufel. Natürlich sind auch Gemälde und Zeichnungen erlaubt – alles ist möglich, humorvoll und komisch darf und soll es sein!
Mehr dazu hier: https://www.altonale.de/altonale/altonaledigital/die-schutzgoettin-altonia/

Lichtspiele at home - Empfehlungen der film altonale

Abgesagte Festivals, verschobene Filmstarts, geschlossene Kinos – und trotzdem steht das filmische Leben zum Glück nicht ganz still. Lokale und internationale Film- und Festivalschaffende schicken uns trotz dunkler Corona-Wolken erhellende, heitere, die Gemüter erwärmende lichte Momente vom Kinohimmel aus aller Welt nach Hause. Immer wieder aktuelle Empfehlungen von uns gibt es ab sofort hier: https://www.altonale.de/altonale/altonaledigital/lichtspiele-at-home/ Wer selbst Online-Entdeckungen macht, schickt uns gern einen Link an: film@altonale.de – auf das wir auch alle anderen Film-Freund*innen at Home an den Lichtspiel-Entdeckungen teilhaben lassen können.

atonal Altona - die virale Altonale
Ein Opus für zwei Dänen

"Vier Tage in Altona. Vier Tage Regen, und Regen, und Regen und kein Regen. Vier Tage in engem Kontakt mit einem vorstädtischen Ton, es ist Trubel, es sind Menschen, es sind Bäume, Gebäude und Geheimnisse. Vier Tage auf der Suche nach etwas, von dem wir nicht wirklich wussten, ob es existiert oder wo es zu finden ist. Vier Tage mit neuen Blickkontakten, einer nach dem anderen und meist von der besonderen Art." Der Autor Jens Blendstrup und der Fotograf Lars Gundersen hatten sich im Februar diesen Jahres nach Altona begeben. Jetzt haben sie exklusiv für altonale digital das Projekt “Atonal Altona” in sechs Tafeln aus Bild und Text zusammengestellt. Mehr dazu hier:
https://www.altonale.de/altonale/altonaledigital/atonal-altona/

Stop Klock Poetry Clips: #futur2wirkommen

Der Stop Klock Poetry Slam ist eigentlich einer der absolut unverrückbaren Termine im Festival-Kalender der altonale und nun Corona-bedingt leider auch in seiner schönsten analogen Form vorerst unmöglich geworden. Eine proppevolle Kirche, mit Slam-Begeisterten eng an eng… das geht momentan nicht. Deshalb haben wir ein paar der geplanten Slammer*innen gebeten, einen Clip zu drehen, damit die Lücke nicht allzu schmerzlich ist. Den Anfang macht Paulina Behrendt mit einem "Mutausbruch" am Nordseestrand. Die Clips werden in den nächsten Tagen immer wieder hier veröffentlicht:
https://www.altonale.de/altonale/altonaledigital/stop-klock-poetry-clips/

Was wäre, wenn ALTONA AUF MACHT!

Die Coaches von ALTONA MACHT AUF! laufen in diesem Jahr ihre Touren ganz allein ab. Sie starren auf leere Balkone und bleiben vor verschlossenen Fenstern stehen. Sie erinnern sich, was hier und dort im letzten Jahr los war – und was in diesem Jahr wohl los gewesen wäre, wenn nicht... Sie fragen in der Nachbarschaft nach, wie es geht, und sprechen mit Aufmacher*innen über ihre geplatzten Pläne – und natürlich über ihre Sehnsüchte! Alle zwei Tage gibt es von diesen Touren einen neuen kleinen Film von den pandemischen Sehnsuchtsfenstern & Balkontheatern auf dem AMA-Blog http://www.altona-macht-auf.de/blog-3/. Nur wer hinguckt, sieht auch was!

altonale Salon digital: Interview-Serie zum Thema VIELFALT

Die altonale will ins Gespräch gehen und im Gespräch bleiben. Dafür haben wir den altonale Salon etwas umgewandelt. Es wird nicht analog mit vielen interessierten Menschen an Tischen über das Motto der jeweiligen altonale diskutiert, sondern ein Gespräch, besser gesagt ein Interview mit einer Person geführt, die das diesjährige Thema der altonale VIELFALT in ihrem täglichen Tun beschäftigt und sich damit auseinandergesetzt hat.

Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven sprechen ausgewählte Interviewpartnerinnen über ihr Bedürfnis nach Kultur und Begegnung in Zeiten von Corona. Auch wird über ihre Erfahrungen gesprochen ob und wie VIELFALT gelebt werden kann und was das eigentlich im Detail bedeutet. Einmal pro Woche wird ein Interview online gestellt, so dass am Ende eine spannende Reihe entsteht, die die große Perspektivenvielfalt abbildet. Interviewpartnerinnen sind z.B:

  • Autorin Kübra Gümüşay
  • Bezirksamtsleiterin Altona - Stefanie von Berg
  • Community Curator des Altonaer Museums - Ayhan Salar
  • Kuratorin und Rechtsanwältin für "Soziale Dienste" - Zainab Latan
  • Chefredakteurin von Hinz & Kunzt - Birgit Müller

Moderiert werden die Interviews von Alexandra Antwi-Boasiako und Gerhard Fiedler und im Altonaer Museum aufgezeichnet.

(Eine Kooperation mit der Design Factory International und dem Altonaer Museum.)

Ob nun digital, viral oder irgendwann auch wieder ganz analog und direkt - wir freuen uns darauf, Sie im Netz oder in der "echten" Welt zu treffen und wünschen mit dem aktuellen Programm der altonale22 viel Vergnügen.

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