Die perfekte Grillparty

Mehr als nur Glut, Wurst & Bier

Die perfekte Grillparty

© Tuân Nguyễn Minh

Darüber, wie eine Grillparty aussehen soll, haben die meisten eine ungefähre Vorstellung. Aber oft genug ist die weit entfernt von „perfekt“. Denn das, was des Deutschen liebste Freiluftveranstaltung tatsächlich beinhaltet, ist eigentlich ein bisschen mehr. Was man wirklich „auflegen“ sollte, zeigt der folgende Artikel.

1. Der Grill

Naturellement, es dürfte unstrittig sein, dass der Grill nicht nur ein Zubehörteil, sondern der zentrale Part des Grillens ist. Tatsache ist jedoch, dass man dafür eine ziemlich große Auswahl hat, wie es der Baumarkt von Toom rund um Grill und Grillzubehör für die Party aufzeigt. Die Auswahl ist riesig, deshalb hier mal kurz die wichtigsten Features zusammengefasst:

Der Elektrogrill erhitzt das Grillgut per Heizschleife. Die Geräte sind meist kompakt und als Tischgrill ausgelegt. Großer Vorteil für Mieter: Es entstehen praktisch keine Gerüche jenseits des Grilldufts. Allerdings vermissen manche das raue „Grill-Aroma“.

Der Kugelgrill ist meist ein Holzkohlegrill, seltener ein Gasgrill. Man kann ihn normal nutzen, also mit direkter Hitze von unten. Ebenso ermöglicht es der Deckel aber auch, wie in einem Umluft-Backofen eine Heißluftzirkulation in Gang zu bringen, die indirektes Grillen ermöglicht – gut für gleichmäßigeres Garen und vor allem bei marinierten Sachen, weil keine Flüssigkeit auf die Hitzequelle tropft.

Der Gasgrill kommt meist als Wagen daher. Er hat zwar klassische Grillroste, kann aber so selektiv wie ein Gasherd bedient werden, weil die meisten Geräte mehrere Brenner haben. Sehr komfortabel, aber auch relativ voluminös und weniger für kleine Balkons geeignet.

Der Smoker ist ebenfalls meist ein Wagen, wenn auch kleiner. Er hat zwei Kammern. In der kleinen wird das Feuer geschürt – entweder auf Kohle, für maximales Barbecue-Raucharoma jedoch mit speziellem Holz. Die Hitze wird durch die Hauptkammer geleitet, in der sich das Grillgut befindet. Sehr schonende Zubereitung und man kann ihn auch nur zum Räuchern verwenden.

Für was man sich entscheidet, hängt natürlich ebenso vom eigenen Geschmack ab wie der Lokalität. Was man aber während der Partyplanung auf jeden Fall tun sollte: Prüfen, wer von den Gästen vegan lebt und fragen, ob es okay ist, wenn sein Grillgut auf dem gleichen Rost wie dem für Steaks und Co. liegt. Viele mögen das nicht, weshalb dann einen Zweitgrill bereitstehen sollte.

2. Richtig gute Rezepte

Zwischen Metzger und Discounter gibt es heute tonnenweise fix und fertig angebotenes Grillgut in rauen Mengen. Allerdings sagen nicht nur eingeschworene Grillfans, dass das fast schon inflationär ist – und vor allem unter vormarinierten Billig-Steaks häufig auch mindere Qualität zu finden ist.

Insbesondere wegen der Tatsache, dass eine gutgeplante Grillparty mehr als ein schnödes Abendessen, sondern ein Event ist, sollte man sich deshalb überlegen, ob man nicht mehr will.

Rezepte für leckere Marinaden gibt es im Netz ebenso zuhauf wie Tipps für Grillgut, das man so fix und fertig praktisch nirgendwo bekommt – etwa die Schnitzeltasche, bei der man ein Schnitzel wie ein Rundstück einschneidet und es mit Zwiebeln, Tomatenwürfeln und Co. füllt, bevor es auf den Rost geht.

Hier lohnt es sich definitiv, zuvor ruhig mal über dem Notebook zu brüten und sich Rezeptideen zu holen – auch für das Nebenbei zwischen Salat und Brot.

3. Die Beilagen

Und apropos Nebenbei zwischen Salat und Brot: Verabschieden sollte man sich auch davon, dass es ausreicht, je eine Schüssel Nudel- und Kartoffelsalat auf den Tisch zu stellen. Das mögen zwar seit den 1970ern unbestrittene Grillklassiker sein, aber nur weil etwas alt ist, heißt das noch lange nicht, dass es zwangsläufig gut ist.

Auch hier sollte man bedenken, dass sich schon die kartoffelig-nudeligen Grundrezepte auf spannende Weise abändern lassen. Und dann gibt es zwischen ur-amerikanischem Barbecue-Cole Slaw (Krautsalat) und veganem Grillgemüsesalat auch noch unzählige andere Ideen.

Allerdings sollte man sich ob der Mühe, die manche Salate machen, überlegen, ob man sie nicht teilweise an die Gäste auslagern möchte – an diesem Punkt darf eine Grillparty ruhig als Mitmach-Event aufgezogen werden.

Ebenfalls überdenken sollte man seine Herangehensweise bei Soßen. Ein problematisches Thema. Warum? Weil sehr viele Grillfans der Meinung sind, dass hochqualitatives und lecker zubereitetes Grillgut (nicht nur der marinierten Variation) eigentlich gar keine Soße benötigt.

Allerdings gilt eben auch, dass eine leckere Soße häufig in der Lage ist, zum i-Tüpfelchen zu werden, das Geschmack erst wirklich vollmundig macht. Gerade wer so denkt, sollte auch hier nicht ins Supermarktregal greifen – ungeachtet der Tatsache, dass man hier gerade im Sommer eine überwältigende Auswahl hat.

Mit Tomaten und ein paar Zutaten zwischen Zucker und Worchester-Soße lassen sich tags zuvor blitzschnell Soßen selbst anrühren – wesentlich gesünder und kontrollierter als das, was aus der Flasche kommt.

4. Das genau austarierte Drumherum

Wenn man die genannten Punkte beachtet, steht der zentrale Inhalt einer sehr guten Grillparty. Dennoch erlangt man Perfektion nur, wenn auch die weiteren großen und kleinen Details stimmen. Doch was gehört dazu?

• Gerade zu Beginn und Ende des Sommers sollte man sich den Sonnenstandskalender für Hamburg anschauen und entsprechend timen. Wenn das Tageslicht trübe wird, sollte der Speise-Teil der Party beendet sein.

• Timing ist auch beim Grillgut die Devise: Insbesondere Fleisch sollte vor dem Auflegen mindestens eine halbe Stunde aus dem Kühlschrank auf Raumtemperatur gebracht werden, sonst funktionieren die üblichen Grillzeiten für Steak und Co. nicht mehr.

• Musik sollte mehr als nur Hintergrundbeschallung aus dem Radio sein. Vielleicht wählt man eine dedizierte Barbecue-Playlist aus dem Netz oder kreiert selbst eine.

• Insekten können eine Party ordentlich verleiden. Das lässt sich sowohl dadurch vermeiden, dass man sich umsichtig verhält – also alles, was lecker riecht, abdeckt – wie man Schutzmaßnahmen ergreifen sollte. Etwa Mückenlichter, Duftkerzen usw.

• Bitte an die Kids denken und vielleicht auch ein paar ganz simple Dinge bereithalten, für den Fall, dass Mia, Luca und Co. den marinierten Köstlichkeiten noch nicht so viel abgewinnen können. Gilt überdies auch für eine Spielecke, damit die Erwachsenen in Ruhe schnacken können.

Ein Tipp noch: Grelle elektrische Beleuchtung ist für die späteren Stunden ein absolutes No-Go, weil es jegliche Gemütlichkeit ruiniert. Kerzen sind zwar toll, können aber auf dem normalen Tisch stören, weil man sie zu schnell mit seinem Getränk umstößt. Besser ist eine über den Köpfen gespannte Kette aus Lampions oder ähnlichen Lichtern – die dürfen aber durchaus elektrisch sein.

Wer sich an all das hält und dann noch um seinen ganz persönlichen Geschmack ergänzt, muss sich keine Sorgen machen, dass die Party kein Erfolg wird – eher darum, dass die Gäste wahrscheinlich noch an dem Abend den Termin für das nächste Mal erfragen.

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