Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Mit dem Fahrrad sicher zur Schule

Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Die Tage werden wieder kürzer und die Kinder müssen sich bald im Dunkeln auf den Weg zur Schule machen. Viele von ihnen mit dem Fahrrad – das für sie wichtigste Verkehrsmittel, mit dem sie im immer dichter werdenden Straßenverkehr zurechtkommen müssen.

Die Zahl der registrierten Unfälle mit Radfahrern stieg im ersten Quartal 2018 auf 2019 von 432 auf 552 – eine Zunahme von 27,8 Prozent – darunter auch Kinder (Unfallstatistik Hamburg 2019 u. Hamburger Abendblatt). Ein Grund: Seh- und Hörvermögen sind bei jungen Grundschülern noch nicht vollständig entwickelt. Es fällt ihnen schwer, Entfernungen und Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen. Auch lassen sie sich leicht ablenken. Kinder lernen frühestens mit acht Jahren, mögliche Gefahren im Vorfeld zu erkennen. Erst dann können sie Fahrtrichtung und Umfeld im Blick haben. Darüber hinaus müssen Kinder die Regeln kennen, sich entsprechend verhalten sowie gekonnt und sicher mit dem Fahrrad umgehen. Dies sind Voraussetzungen, die von vielen Kindern nur teilweise erfüllt werden. Der ADAC empfiehlt, Kinder erst nach der schulischen Fahrradprüfung in der 4. Klasse alleine mit dem Rad am Straßenverkehr teilnehmen zu lassen. Gelernte Verhaltensregeln sollten Eltern immer wieder in der Praxis überprüfen.

Tipp

Der ADAC bietet in Hamburg ein praxisnahes Übungsprogramm für junge Radfahrer im Alter von 8 bis 15 Jahren: das Jugend-Fahrradturnier. Hier wird der sichere Umgang mit dem Rad im Straßenverkehr verbessert. Auf einem Parcours üben die Kinder spielerisch wichtige Fahrtechniken. Schulen können die Fahrradturniere über die ADAC Regionalclubs bundesweit kostenlos buchen.

Grund- und Verhaltensregeln für Radfahrer

Die Grundregeln und Verkehrszeichen gelten auch für Radfahrer im Straßenverkehr - und selbstverständlich auch für Kinder. Radfahrer müssen dabei ebenso wie alle anderen Verkehrsteilnehmer die Grundregeln des Straßenverkehrs beachten, d.h. ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Halten sich Radfahrer nicht an das Verkehrsrecht, kann das nicht nur gefährlich, sondern auch teuer werden:

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Auf der Straße fahren
Einfach auf der Straße zu fahren, ist nicht immer erlaubt: Radwege und Radfahrstreifen, die mit einem durchgezogenen Breitstrich und den runden blauen Schildern mit einem Fahrrad gekennzeichnet sind, müssen benutzt werden. Es sei denn, der Weg ist objektiv nicht befahrbar –wenn er z.B. von geparkten Autos oder mit Müllcontainern zugestellt ist.

Kinder fahren auf dem Gehweg
Bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen Rad fahrende Kinder Gehwege benutzen, danach dürfen sie es bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr.

Nicht in die falsche Richtung fahren
Radwege entgegengesetzt zu befahren ist nur erlaubt, wenn sie mit dem Zusatzzeichen „Radverkehr frei" oder einem Radweg-Zeichen für beide Richtungen freigegeben sind. Sonst können 10-15 Euro Verwarnungsgeld fällig werden. Dieser Betrag gilt übrigens auch fürs verbotene Radeln auf Gehwegen.

Auf Fahrradstraßen nebeneinander fahren

Eine Besonderheit im Straßenverkehr stellt die Fahrradstraße dar, auf der Fahrradfahrer nebeneinander fahren dürfen. Per Zusatzzeichen kann sie auch für andere Fahrzeuge freigegeben werden.
Relativ neu ist das Zeichen „durchlässige Sackgasse". Es besagt, dass ein Geh- oder Radweg weiterführt, wenn es für Autofahrer nicht mehr weitergeht.

Gesetzesänderung: Eltern radeln auf dem Gehweg
Zukünftig dürfen Eltern oder Begleitpersonen ab 16 Jahren ein Kind bis zum 8. Lebensjahr radfahrend auf dem Gehweg begleiten. Diese Änderung der Straßenverkehrsordnung soll Familien dazu bewegen, öfters auf das Rad zu steigen.

Geh- und Radwege - das bedeuten die Schilder

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