Wie 200 Elefanten – so viel wiegt eine Wolke

Wie 200 Elefanten – so viel wiegt eine Wolke

Quelle: WetterOnline

Sie sehen aus wie Zuckerwatte, sind aber echte Schwergewichte: Was Wolken wiegen und wie sich das herausfinden lässt

Flauschige Gebilde schweben scheinbar schwerelos im Himmel und lassen sich von jeder Windböe treiben. Doch der Blick nach oben täuscht, denn so leicht, wie Wolken aussehen, sind sie gar nicht. Im Gegenteil: Sie können mehrere Tonnen wiegen. Aber wie lässt sich das feststellen?

Echte Schwergewichte

Eine Wolke einfangen und auf die Waage legen – das geht nicht. Wie lässt sich dann aber das Gewicht des Wattebauschs am Himmel ermitteln? Das erklärt Matthias Habel, Meteorloge und Pressesprecher bei WetterOnline: „Um das Gewicht einer Wolke zu bestimmen, müssen Wetterexperten zwei Dinge wissen: wie groß die Wolke ist und wie viel Wasser sie enthält.“ Das lässt sich am besten an einer durchschnittlichen weißen Schönwetterwolke, der sogenannten Cumulus, abschätzen. Im Gegensatz zu dunklen Gewitterwolken weist sie klare Grenzen auf, weswegen ihre ungefähre Größe bestimmt werden kann. „Ist eine Wolke einen Kilometer lang, breit und hoch, hat sie ungefähr das Volumen von einer Milliarde Kubikmetern.“ Pro Kubikmeter besitzt die Wolke etwa ein Gramm Wasser, somit wiegt sie also rund tausend Tonnen. Das ist in etwa so viel wie 200 Elefanten oder 800 Autos.

Gewitterwolken bringen sogar noch über tausend Mal mehr Gewicht auf die Waage. Sie werden weit über 10 Kilometer hoch und können damit mehrere Millionen Tonnen an Wasser beinhalten. Das entspräche also mehreren hunderttausend Elefanten!

Wie entstehen Wolken und wieso fallen sie nicht vom Himmel?
Wenn die Sonne scheint, verdunstet ein Teil des Wassers auf der Erdoberfläche und wird gasförmig. Dabei steigt die warme Luft auf und somit steigen auch die winzigen Wassertropfen in den Himmel. In der Höhe kühlen sie ab und sammeln sich als Tröpfchen um winzige Staub- oder Rußteilchen – es bildet sich eine Wolke. Eine Wolke besteht also aus vielen Milliarden Wassertropfen. Da jeder einzelne von ihnen federleicht ist, schwebt die Wolke in der Höhe und kann nicht hinabstürzen. Erst wenn immer mehr Wassertropfen aufsteigen und durch Bewegung in der Luft zusammenfließen, werden sie zu schwer. Dann fallen sie aufgrund der Erdanziehungskraft wieder zu Boden – je nach Temperatur geschieht das als Regen, Graupel, Hagel oder Schnee.

Wann sich Wolken am Himmel zeigen, erfahren Wetterbeobachter unter www.wetteronline.de, mit der WetterOnline App oder über den WetterOnline WhatsApp Service.

WetterOnline
WetterOnline wurde 1996 von Inhaber und Geschäftsführer Dr. Joachim Klaßen in Bonn gegründet und ist heute mit www.wetteronline.de der größte Internetanbieter für Wetterinformationen in Deutschland. Neben weltweiten Wetterinformationen gehören redaktionelle Berichte und eigene Apps zum Angebot. Die WetterOnline App ist in über 40 Ländern vertreten und warnt die User aktiv vor drohenden Unwettern. Ein Team von über 100 Experten arbeitet mit hochwertiger Technik an Wetterprognosen für die ganze Welt. Im Dezember 2016 wurde WetterOnline zum vierten Mal in Folge als „Beste Website des Jahres“ in der Kategorie „Wetter & Verkehr“ ausgezeichnet und konnte zudem erstmals auch den Titel „Beliebteste Website des Jahres“ gewinnen.

Mehr Artikel auf ALSTERKIND.com:

Schietwetter - und?

Schietwetter - und?

Was haben die Familien eigentlich vor 50 Jahren im Winter gemacht? Ohne Xbox, Playstation, Pokémon jagen, ohne Internet und Co.? Es wurde...
WEITERLESEN

Instagirl

Instagirl

Kaum postet Isi auf Instagram das erste Selfie, flattern die Herzen nur so herein.


WEITERLESEN
Vaiana

Vaiana

Vor Jahrtausenden durchsegelten die größten Seefahrer der Welt den Südpazifik. Dann aber stoppten diese Entdeckungsreisen aus geheimnisvollen...
WEITERLESEN