Sommerzeit ist Gewitterzeit

So entsteht ein Gewitter und darum blitzt und donnert es im Sommer so häufig

Sommerzeit ist Gewitterzeit

© Björn Goldhausen/WetterOnline

Grauer Himmel, Regen, Blitz und Donner: Es gewittert und in Sekundenschnelle wird es draußen ungemütlich. Ausgerechnet in den warmen Sommermonaten macht uns das Wetter manchmal einen Strich durch die Rechnung, wenn wir einen Ausflug in den Kletterwald oder den Tag im Freibad planen. Warum das so ist und wie Blitz und Donner überhaupt entstehen, erklärt Matthias Habel, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline.

Stimmt es, dass es im Sommer besonders oft gewittert?

Matthias Habel, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline: Ja, das stimmt. Dabei treten Gewitter vor allem von Mai bis August auf, am häufigsten aber im Juni. Insgesamt erhellen in diesen Monaten etwa zwei bis drei Millionen Blitze den Himmel.

Wie bilden sich Gewitter im Sommer?

Matthias Habel: Damit Gewitter entstehen können, muss die Luft in der Nähe des Bodens warm und feucht sein. Das ist vor allem im späten Frühling und im Sommer der Fall, da die Sonne den Boden aufheizt. Dadurch erwärmt sich auch die feuchte Luft, die wiederum in Form von winzigen Wassertropfen in den Himmel steigt. Wenn die Wassertropfen hoch genug gestiegen sind, kühlen sie ab und verbinden sich mit kleinen Staub- und Rußteilchen, die in der Luft schweben – eine Wolke entsteht. Diese kann über zehn Kilometer hoch werden.

Warum entstehen Blitze bei Gewitter?

Matthias Habel: In besonders hohen Wolken ist es sehr windig. Dadurch wirbeln die Wassertropfen und Eiskristalle in der Wolke umher, stoßen zusammen und reiben aneinander. Durch die Reibungsenergie werden elektrische Ladungen aufgebaut, die sich, ähnlich wie bei einer Batterie, in zwei Pole aufteilen: positiv und negativ. Typischerweise ist der untere Teil der Gewitterwolke negativ geladen. Der obere Teil ist, genau wie der Erdboden, positiv geladen. Ist der Spannungsunterschied groß genug, entlädt er sich – es blitzt.

Woher kommt der Donner?

Matthias Habel: Der Donner entsteht durch einen Blitz. Ein Blitz erhitzt die Luft in weniger als einer Sekunde auf bis zu 30.000 Grad Celsius. Dadurch dehnt sie sich explosionsartig aus und der Knall des Donners entsteht. Blitz und Donner treten also immer gemeinsam auf und eigentlich zur gleichen Zeit. Weil sich das Licht aber schneller bewegt als der Schall, sehen wir erst den Blitz und hören danach den Donner. Je weiter außerdem Blitz und Donner von uns entfernt sind, desto mehr nehmen wir den Donner als Grollen oder Rumpeln wahr. Je näher der Donner ist, desto lauter ist er und hört sich an wie ein Knall.

Was ist ein Wetterleuchten?

Matthias Habel: Von Wetterleuchten sprechen wir, wenn wir keinen Donnerschlag hören. Das liegt dann daran, dass das Gewitter zu weit entfernt ist.

Und woher weiß ich, ob das Gewitter noch weit weg ist?

Matthias Habel: Auch das lässt sich mit Blitz und Donner bestimmen. Zählen wir zwischen Blitz und Donner sechs Sekunden, dann ist der Blitz etwa 2 Kilometer von uns entfernt.

Informationen zum aktuellen Wetter finden Interessierte auf www.wetteronline.de. Die WetterOnline App oder die WetterOnline Benachrichtigung über WhatsApp informieren ihre Nutzer zudem rechtzeitig, wann das nächste Gewitter heraufzieht.

WetterOnline
WetterOnline wurde 1996 von Inhaber und Geschäftsführer Dr. Joachim Klaßen in Bonn gegründet und ist heute mit www.wetteronline.de der größte Internetanbieter für Wetterinformationen in Deutschland. Neben weltweiten Wetterinformationen gehören redaktionelle Berichte und eigene Apps zum Angebot. Die WetterOnline App ist in über 40 Ländern vertreten und warnt die User aktiv vor drohenden Unwettern. Ein Team von über 120 Experten arbeitet mit hochwertiger Technik an Wetterprognosen für die ganze Welt.

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