Emanzipations-Hotspot Spitzenväter und Mütterorganisation

Spitzenväter kommen aus Hamburg und Herford (OWL)

Emanzipations-Hotspot Spitzenväter und Mütterorganisation

© Agentur Baganz

Berlin/Gütersloh, 06.03.2020. Zum 15. Mal ehrt die Großbäckerei Mestemacher wieder zwei Spitzenväter mit dem „Mestemacher Preis Spitzenvater des Jahres“. Das Preisgeld je Vater beträgt 5.000 Euro. Geehrt werden in diesem Jahr Şafak Gündüz und Hannes Gesmann.

Mestemacher würdigt erstmals auch eine Mütterorganisation. „Leistungen von Müttern und Vätern nützen uns allen. 70 Jahre Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk sind ein wunderbarer Anlass, zukünftig auch zu den modernen und emanzipierten Vätern eine Mütterorganisation auszuzeichnen,“ betont Prof. Dr. Ulrike Detmers.

Der Spitzenvater-Preis würdigt das praktizierte partnerschaftliche Ehe- und Familienmodell. Geehrt werden Väter, die das berufliche Fortkommen der Mutter fördern und sich bei der Kinderbetreuung und im Haushalt engagieren.

Das Projekt „Mestemacher Preis Spitzenvater des Jahres“ strebt auch danach, die Wichtigkeit der Rolle des Vaters für die Entwicklung des Kleinst-, Klein- und Schulkindes ins öffentliche Bewusstsein zu rufen.

Das Projekt bricht mit der traditionellen Vorstellung, dass für die ersten Monate und Lebensjahre allein die Mutter zuständig ist. Betont wird vielmehr die Notwendigkeit einer intensiven Beziehung zwischen Vätern und ihren Kindern von Anfang an.

WER SIND DIE SPITZENVÄTER DER 15. PREISVERLEIHUNG? WIE HOCH IST IHR PREISGELD?

Şafak Gündüz - Der Rollenbrecher

Vorname: Şafak
Nachname: Gündüz
Preisgeld: 5.000 Euro
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Aufgewachsen in einer türkischen Familie in (West-)Deutschland mit einem traditionellen Familienmodell und sehr klassischer Rollenverteilung ist Şafak Gündüz ein starkes Vorbild für alle, die sich mit der Gleichstellung von Frau und Mann identifizieren. Er ist ein moderner Mann mit einer starken Persönlichkeit, der seine geschlechterdemokratische Weltanschauung tagtäglich in die Tat umsetzt. In der Erziehungs- und Hausarbeit praktizieren er und seine Frau Sandra Gündüz absolute Gleichberechtigung und übernehmen alle anfallenden Aufgaben zu gleichen Teilen. Auch Şafak faltet die Wäsche zusammen und auch Sandra kümmert sich um die Autoreparatur. So schaffen sie Verständnis und Gerechtigkeit beim Haushalt und wollen auch Vorbilder für ihre Töchter sein. Um die Balance zu wahren, arbeiten Şafak und Sandra Gündüz in Teilzeit, denn die Familie hat einen hohen Stellenwert in ihrem Leben. Den beiden kleinen Töchtern widmet er jeden Tag viel Zeit und Aufmerksamkeit. Der Baba (Anm. d. Red türkisch für Vater) begleitet seine beiden Kinder in zwei Sprachen durch die Welt. Aus dem glücklichen Privatleben erwächst auch viel Kraft zum Vereinbaren von Beruf und Familie.

Hannes Gesmann - Der Rollenbewahrer

Vorname: Hannes
Nachname: Gesmann
Preisgeld: 5.000 Euro
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Modernes und emanzipiertes Familienleben hat Hannes Gesmann in seiner eigenen Familie erlebt. Seine Eltern haben bereits in den 1980er Jahren die gleichberechtigte Aufteilung der Zuständigkeit für die Erziehung praktiziert. Mit dieser Prägung bewahrt er auch in seiner Familie heute Gleichberechtigung der Geschlechter.

Er hat für sich, seine drei Kinder und seine Ehefrau konsequent daran gearbeitet, die für seine Familie beste Organisation für Work-Life-Balance zu entwickeln. Ehefrau Tatjana Bokämper hat ihren Teil dazu beigetragen. Im mehrjährigen Entwicklungsprozess haben auch beide Arbeitgeber von Hannes Gesmann eine sehr wichtige familienfreundliche Rolle gespielt.

Hannes Gesmann hat sich aber auch getraut, seine Arbeitgeber um Unterstützung der Vereinbarkeit Beruf und Familie zu bitten. Mehrjährige Elternzeit von Hannes Gesmann und aktuell mehrjährige Elternteilzeit werden voll und ganz vom Brötchengeber goutiert und respektiert. Hannes Gesmann hat den Rücken frei, damit Tatjana Bokämper ihre eigene berufliche Laufbahn entwickeln kann.

Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk

Sonderpreisträger: Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
Sonderpreis: 5.000 Euro
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Das Müttergenesungswerk ist bundesweit die einzige Organisation, die politische Arbeit für Kurmaßnahmen für Mütter, Väter und pflegende Angehörige macht und diese auch praxisnah unterstützt. Kuren zur Vorsorge und Rehabilitation für Mütter und Väter gibt es nur in Deutschland – ein Verdienst der jahrzehntelangen fachlichen und politischen Arbeit des Müttergenesungswerks. Es werden Zugangswege gesichert, innovative Qualitätsstandards für Kliniken entwickelt, gesetzliche Verbesserungen erreicht und Ärzt*innen sowie Betroffene informiert.

"Mütter stehen im Zentrum der Arbeit des Müttergenesungswerks. Als gemeinnützige Stiftung sind wir seit 70 Jahren Vorreiter für ganzheitliche und gendersensible Gesundheit mit Kuren für Mütter - und heute auch für Väter und für pflegende Angehörige. Mit Spenden- sammlungen und politischer Arbeit für Rahmenbedingungen leisten wir vielfältige individuelle und strukturelle Hilfe. Wir freuen uns deshalb sehr, dass das Müttergenesungswerk für den Mestemacher-Preis für Mütterorganisationen ausgewählt wurde", sagt Svenja Stadler, Kuratoriumsvorsitzende des Müttergenesungswerks und Bundestagsabgeordnete.

ÜBER DIE INITIATORIN

Prof. Dr. Ulrike Detmers ist Unternehmerin, Wirtschaftsexpertin und Frauenrechtlerin. Die geschäftsführende Gesellschafterin und Sprecherin Mestemacher-Gruppe ist Professorin am Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit der FH Bielefeld. Als Frauenrechtlerin setzt sie sich seit über 20 Jahren für Männeremanzipation und die gesetzliche Frauenquote ein. Die Mutter von 2 erwachsenen Kindern und 3 Enkelkindern ist seit 1975 mit Albert Detmers verheiratet. Ulrike Detmers ist u.a. Trägerin des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und wurde als 1. Frau in der 60-jährigen Geschichte als Branchenpersönlichkeit von der Lebensmittel Zeitung mit dem „Goldenen Zuckerhut“ ausgezeichnet.

ÜBER DAS STIFTERUNTERNEHMEN MESTEMACHER –

GROSSBÄCKEREI FÜR PUMPERNICKEL, VOLLKORNBROTE UND INTERNATIONALE BROTSPEZIALITÄTEN

Die Gütersloher Mestemacher-Gruppe ist ein in über 87 Ländern vertretener Anbieter von Vollkornbroten und internationalen Brotspezialitäten. Das Unternehmen wurde 1871 als Stadtbäckerei gegründet. Heute umfasst die Mestemacher-Gruppe vier Betriebe und beschäftigt 616 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Umsatz im Jahr 2019 betrug 165,9 Millionen Euro. Seit 1994 engagiert sich die Mestemacher GmbH für die Förderung der Gleichstellung von Frau und Mann und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Die Mestemacher-Gruppe wird 2020 von einem neuen Gruppen-Leitungsgremium in die Zukunft gesteuert. Zu Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern der neu geschaffenen Mestemacher Management GmbH wurden bestellt Prof. Dr. Ulrike Detmers, Vorsitzende der Gruppen-Geschäftsführung als prima inter pares und Sprecherin der Mestemacher-Gruppe; Kim Folmeg, Geschäftsführung Produktion, Technik, QS, Einkauf; Marta Glowacka, Ge- schäftsführung kaufmännischer Bereich, IT, Personal, Controlling und Finanzen; Käthi Pen- ner, Geschäftsführung Vertrieb / Export Mestemacher und Aerzener / Vertrieb Tochterfirmen.

Albert Detmers, Geschäftsführung Vertrieb & Verwaltung, und Fritz Detmers, Geschäftsführung Einkauf, gehören auch weiterhin der Gruppen-Geschäftsführung der neu geschaffenen Mestemacher Management GmbH an. Anita Bruns-Thedieck ist Geschäftsführerin Vertrieb Deutschland der Mestemacher GmbH & Aerzener Brot und Kuchen GmbH.

Unter anderem wurde in der Zeit von 2001-2013 der Mestemacher KITA-Preis verliehen, der in jährlich wechselnden Regionen Deutschlands Kindertagesstätten für geschlechterdemokratische Erziehung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgezeichnet hat.

Auch der MESTEMACHER PREIS MANAGERIN DES JAHRES basiert auf dem Engagement von Ulrike Detmers, die sich in ihrer Forschung seit vielen Jahren mit Fragen der Geschlechterdemokratie und des Gender Mainstreamings als Erfolgsfaktoren für die Wirtschaft beschäftigt.

„Der Einfluss auf wirtschaftliche und unternehmerische Entscheidungen ist in Deutschland zu männerlastig. Deshalb treten wir für geschlechtlich gemischte Teams ein. Auf die Leistungsfähigkeit von Frauen können weder die Wirtschaft noch die Unternehmen verzichten. Leistungsträger werden gebraucht und dabei spielt das Geschlecht nicht die entscheidende Rolle“, äußert die Unternehmerin und Wirtschaftsprofessorin immer wieder in ihren Veröffentlichungen und Vorträgen.

Mehr unter: www.mestemacher.de

Fragen zur Mestemacher-Gruppe und zum „Mestemacher Preis Spitzenvater des Jahres“ beantwortet:

Prof. Dr. Ulrike Detmers
Initiatorin Mestemacher Preis Spitzenvater des Jahres
Vorsitzende der Geschäftsführung Mestemacher Management GmbH
Sprecherin der Gruppe Ressortleitung
Public Affairs Marketing
Social Marketing
Tel.: 05241 8709-68
E-Mail: ulrike.detmers@mestemacher.de

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