Mehr Respekt im Netz: Tipps gegen Cybermobbing

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“

Mehr Respekt im Netz: Tipps gegen Cybermobbing

Foto: SCHAU HIN

Gezielte Beleidigungen im Internet sind kein Einzelfall. Auch unter Jugendlichen ist Cybermobbing verbreitet. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“, der Medienratgeber für Familien, gibt Tipps für einen respektvollen Umgang im Internet. Mit einer Kreativ-Aktion zum Safer Internet Day am 6. Februar wirbt die Initiative zudem unter dem Motto #mitRespektunterwegs für mehr Respekt im Netz.

Mit Freunden kommunizieren ist so einfach wie nie zuvor: Nachrichten, Bilder und Videos werden online in Rekordzeit übermittelt. Doch auch peinliche Fotos und beleidigende Kommentare verbreiten sich über Soziale Netzwerke und Messenger rasend schnell. Rund 40 Prozent der Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren haben laut JIM-Studie 2017 jemanden in ihrem Bekanntenkreis, der schon einmal im Internet „fertig gemacht“ wurde. Der Medienratgeber SCHAU HIN! empfiehlt Eltern daher, mit ihrem Kind schon früh über ein angemessenes Verhalten im Netz zu sprechen.

Was können Eltern und Erziehende tun?

Respekt vermitteln
Hinter jedem Nutzer stehen echte Menschen – ein höflicher Umgang gilt daher auch in Chats. Wichtig ist, von Anfang an Regeln zu vereinbaren, die Netiquette zu achten und respektvoll zu sein. Courage zeigen: Werden andere online gemobbt, können Kinder auch selbst Courage zeigen und sich gegen Hetze aussprechen und für andere einsetzen. Hier gilt es, behutsam vorzugehen, um sich nicht selbst zu gefährden.

Vertrauensbasis schaffen
Das Kind sollte wissen, dass es zu jeder Zeit mit seinen Eltern über alle Erfahrungen im Internet reden kann und Unterstützung erhält, wie auch bei anderen Problemen im Alltag. Dazu gehört auch, nicht mit Verboten zu drohen. Damit ist die Hürde für das Kind, sich anzuvertrauen, nicht zu groß.

Kinder begleiten
Bei den ersten Chat-Erfahrungen sollten Eltern dabei sein und Anmeldung und Profil-Einstellungen gemeinsam mit dem Kind vornehmen. Wenn das Kind zunehmend alleine chattet, sollten Eltern weiterhin Interesse daran zeigen, wo Nachrichten austauscht werden und mit wem.

Gemeinsam vorgehen
Wenn Eltern konkrete Schritte unternehmen wollen, ist es sinnvoll, diese mit dem Kind zu besprechen und es in ihre Lösungssuche einzubeziehen.

Angebote prüfen
Für jüngere Kinder sind unmoderierte Messenger und Netzwerke nicht geeignet. Mit passenden Angeboten wie Helles Köpfchen und Mein Kika können Kinder in einem geschützten Raum chatten und den Umgang mit Sozialen Netzwerken lernen.

Für Eltern gibt es weitere Informationen zum Thema Chatten auf schau-hin.info. Jugendliche finden Tipps bei Chatten ohne Risiko.

Safer Internet Day: Aktion für mehr Respekt im Alltag

Der jährliche internationale Safer Internet Day steht im Jahr 2018 unter dem Motto „Create, connect und share respect: A better internet starts with you“. Kreativ sein, sich mit anderen verbinden und Respekt teilen zum Aktionstag geht auch auf schau-hin.info. Denn SCHAU HIN! ruft zum Safer Internet Day gemeinsam mit Spreadshirt zu einem Kreativwettbewerb auf: Vom 6. bis 13. Februar können die Teilnehmer passend zum Hashtag #mitRespektunterwegs einen Stoffbeutel gestalten – und damit ein Statement für mehr Respekt im Netz setzen. Die 15 beliebtesten Designs werden produziert und kostenlos an die jeweiligen Ersteller verschickt. Auf der Facebook-Seite von SCHAU HIN! wird anschließend daraus noch der Sieger gewählt: Dieser erhält zusätzlich einen 50-Euro-Gutschein von Spreadshirt. Mehr Informationen gibt es seit dem 6. Februar unter https://www.schau-hin.info/mitmachen/saferinternetday2018.html.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

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