Pollen im Anflug

Niesen, Juckreiz, Atemnot, tränende Augen ...

Pollen im Anflug

Serhiy Kobyakov - Fotolia.com

Eigentlich sollte der Frühling Kinderaugen zum Strahlen bringen. Doch leider schniefen und leiden immer mehr Kinder und die Augen beginnen bei den ersten warmen Sonnenstrahlen zu tränen. Allergie-Alarm an der Alster! Neben Medikamenten helfen kleine Tipps wie Stoßlüften und abendliches Duschen. Das raten die Experten ...

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Ab wann kann Heuschnupfen bei Kindern auftreten? Heuschnupfen ist im Säuglings- und frühen Kleinkindalter eine Rarität und tritt zumeist erst zwischen dem 3. und 7. Lebensalter auf. Ab dann nehmen sie aber häufig an Schwere zu. Antikörper kann man jedoch meistens schon zwischen dem 1. und 4. Lebensjahr feststellen.

Woran erkennt man, dass es sich um eine Allergie handelt? Im Unterschied zum Infekt ist das Sekret immer klar und es kommen häufig noch andere Symptome wie Augenjucken oder Reizhusten hinzu. Wichtig ist beim Neuauftreten von Symptomen die Familienanamnese. Bei Eltern mit allergischer Anamnese ist für das Kind das Risiko sehr hoch, auch zu erkranken.

Wie wichtig ist es, medizinisch dagegen vorzugehen? Gibt es irgendwelche Langzeitschäden? Bei zunehmenden allergischen Beschwerden und Kindern aus allergie- und asthmabelasteten Familien sollte frühzeitig, ab 6-7 Jahre, eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden. Auch eine konsequente symptomatische Therapie sollte durchgeführt werden, da sich sonst chronische Schwellungen z.B. der Nasenmuscheln (Schleimhautpolster in der Nase) ausbilden können.

Was sind die Hauptauslöser? Die wichtigsten Allergene unserer Breiten sind die Pollen frühblühender Bäume (Hasel, Erle, Birke), einige Kräuter (Beifuß, Spitzwegerich), die Gräser- und Getreidepollen, die Hausstaubmilben und Tierhaare.

Ihr Tipp gegen Heuschnupfen? Neben einer guten symptomatischen Therapie (Antihistamin, lokale Kortisonsprays) ist auch das eigene Verhalten wichtig. Abends vor dem Schlafen Kinder abduschen, nur Stoßlüftung zu pollenarmen Zeiten und eine Milbenbettwäsche.

Wieso gibt es immer mehr Heuschnupfenerkrankungen? Durch den Klimawandel, den steigenden CO2-Gehalt und die weltweit steigenden Temperaturen wird die Pollenflugsaison verlängert. Die Pflanzen produzieren mehr Allergene, das Immunsystem wird durch viele Schadstoffe sensibilisiert.

Was empfehlen Sie in akuten Fällen? In akuten Fällen helfen ab dem 2. Lebensjahr Allergietabletten, die Cetirizin oder Loratadin als Wirkstoff enthalten. Ab dem 6. Lebensjahr können antihistaminische Nasen-und Augentropfen schnelle Linderung bewirken. Homöopathische Arzneimittel kann man bereits bei den ganz Kleinen anwenden. Unterstützend helfen Nasenduschen, sowie befeuchtende Augentropfen oder abschwellende Nasensprays.

Viele Tabletten machen müde – gibt es Alternativen? Cetirizinhaltige Tabletten machen müde, Loratadin etwas weniger. Nicht müde machen dagegen homöopathische Tabletten und Tropfen.

Wie kann man vorbeugen? Vorbeugend empfehlen wir: Haare zu waschen vor dem Schlafengehen, Kleidung im Badezimmer auszuziehen und auch dort über Nacht zu lagern, nur früh morgens zu lüften und spezielle Pollenschutzfilter für Fenster und Autolüftung einzusetzen.

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