Deutschlands großer Karambolage-Atlas

Auf Hamburgs Straßen kracht es von allen Bundesländern am zweithäufigsten

Deutschlands großer Karambolage-Atlas

Grafik: Generali

Fast jeder sechste Fahrzeughalter in Hamburg hat pro Jahr einen Schaden am Auto. Hamburg liegt bei Häufigkeit und Höhe der Schäden auf Platz zwei direkt hinter Berlin. 2.824 Euro kostet ein durchschnittlicher Kfz-Schaden in Hamburg. Bei den Fahrzeughaltern aus St. Georg, Hammerbrook und der Hamburger Altstadt kracht es am häufigsten.

München / Hamburg. Auf Hamburgs Straßen ist was los: Zwar ist die Hauptstadt Berlin Spitzenreiter bei den Crashs; Hamburg kommt jedoch ganz knapp auf den zweiten Platz, dicht gefolgt von München. Im gesamtdeutschen Vergleich liegen die drei Top-Karambolage-Städte damit weit über dem nationalen Durchschnitt: Während die Schadenhäufigkeit im ganzen Bundesgebiet bei 11,7 Prozent liegt, haben die Hamburger mit 15,4 Prozent im Schnitt deutlich mehr Karambolagen zu verbuchen. Damit hat durchschnittlich fast jeder sechste Fahrzeughalter in Hamburg einen Kfz-Schaden pro Jahr. Auf Bundesebene trifft das nur auf mehr als jeden neunten Fahrzeughalter zu. Dies geht aus Deutschlands großem Karambolage-Atlas 2018 hervor, für den die Generali in Deutschland über 700.000 Schadenfälle aus den Jahren 2017 und 2015 ausgewertet hat.

HAMBURGS AUTODICHTE SORGT FÜR BLECHSCHÄDEN

„Die Autodichte in Deutschland ist so hoch wie nie zuvor (1). Allein in Hamburg wurden Anfang 2018 mehr als 783.000 angemeldete Pkw gezählt (2). Verglichen mit der Einwohnerzahl von 1,8 Millionen ist es daher nicht verwunderlich, dass viele Menschen auf engem Raum und ein hohes Verkehrsaufkommen auch für eine hohe Schadenhäufigkeit in Stadtstaaten wie Hamburg sorgen“,sagt Roland Stoffels, Vorsitzender der Geschäftsführung der Generali Deutschland Schadenmanagement GmbH. Flächenländer wie Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern weisen dagegen mit jeweils 10,8 Prozent die niedrigste Schadenhäufigkeit auf.

DIE HAMBURGER LASSEN ES TEUER KRACHEN

Mit rund 2.824 Euro (3) je Crash liegt Hamburg auf Platz zwei der höchsten durchschnittlichen Schadenhöhe im Bundesvergleich – ebenfalls knapp hinter Berlin. Bundesweit kostet rund jeder zehnte Schaden mehr als 5.000 Euro in der Reparatur. Mehr als jeder vierte Schaden ist teurer als 2.500 Euro. Dabei sind 60 Prozent aller Schäden Kasko-Schäden und müssen durch den Halter selbst bezahlt werden, wenn sie nicht durch eine Versicherung abgedeckt sind. Personenschäden machen nur 3,9 Prozent aller Schadensfälle aus, sind aber für knapp ein Drittel aller Kosten verantwortlich. „Dank verbesserter Technik und vielen Sicherheitssystemen werden bei weniger als 4 Prozent aller Schäden Menschen verletzt. Dies ist ein großer Erfolg, denn Personenschäden im Straßenverkehr sind oft dramatisch und kostenintensiv“, so Stoffels.

HAMBURGS INNENSTADT IST KARAMBOLAGEZONE NR. 1

Besonders häufig von Kfz-Schäden betroffen sind Versicherungsnehmer aus dem Innenstadtbereich Hamburgs. Wen wundert´s, denn hier ist auf den Straßen – gerade rund um den Hauptbahnhof – immer etwas los. Die Schadenhäufigkeit liegt so in den drei benachbarten Crashzonen St. Georg bei 27,3 Prozent, in Hammerbrook bei 26,3 Prozent und Hamburg-Altstadt bei 21,5 Prozent. Die Ursachen, warum es hier besonders oft knallt, ist auch in der Infrastruktur begründet: Alleine in Hammerbrook, das zwischen St. Georg im Norden und Hamburg-Altstadt im Süden eingebettet ist, führen drei große, verkehrsreiche Straßen zum Stadtzentrum. Deutlich entspannter geht es dagegen für die Kfz-Halter in Stadtrandgebieten wie Bergstedt zu: Hier liegt die Schadenhäufigkeit bei gerade einmal 11,0 Prozent. Auch in Wellingsbüttel (11,3 Prozent) und Steilshoop (11,6 Prozent) müssen sich Versicherungsnehmer weniger Sorgen um ihre Fahrzeuge machen.

1 Kraftfahrt Bundesamt
2 Statista
3 Ohne Großschäden über 50.000 Euro

Die Schadenhäufigkeit stellt die Wahrscheinlichkeit unter allen Versicherten dar, von einem Versicherungsfall betroffen zu sein. Dazu wurden von der Generali in Deutschland die Daten von 700.000 Kfz-Schadenfällen ausgewertet.

Auswertungsdetails zu allen deutschen Städten und Landkreisen zeigt unsere interaktive Karte auf www.generali.de/karambolage-atlas

GENERALI IN DEUTSCHLAND

Die Generali in Deutschland ist mit 16 Milliarden Euro Beitragseinnahmen sowie rund 13 Millionen Kunden der zweitgrößte Erstversicherungskonzern auf dem deutschen Markt. Zum deutschen Teil der Generali gehören die Generali Versicherungen, AachenMünchener, CosmosDirekt, Dialog, Central Krankenversicherung, Advocard Rechtsschutzversicherung und Deutsche Bausparkasse Badenia.

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