Gesund durch die Winterzeit - was Oma noch wusste

10 Hausmittel gegen Infekte

Gesund durch die Winterzeit - was Oma noch wusste

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Wenn es einen doch erwischt hat, kann man bei den Symptomen mit altbewährten Tipps aus Omas Zeiten Linderung verschaffen.

1. Wadenwickel bei Fieber

Wenn das Kind richtig glüht, können Wadenwickel helfen, die Temperatur um 0,5 bis 1 °C zu senken.

So wird‘s gemacht:
• Ein Baumwoll- oder Leinentuch mit handwarmem Wasser tränken, auswringen und  anschließend straff um den Unterschenkel wickeln.
• Darüber wird ein größeres Tuch (Baumwolle) gewickelt, das die überschüssige Flüssigkeit aufsaugt.
• Als Außentücher eignen sich trockene Woll- oder Frotteetücher, die entweder lose um- oder untergelegt werden.
Wadenwickel immer an beiden Beinen anlegen! Nach 10 bis 15 Minuten sind die Wickel warm geworden und sollten abgenommen werden. Nach Fieberkontrolle gegebenenfalls stündlich wiederholen (bis zu 3x).

Achtung: Wadenwickel eignen sich nicht für Kinder unter 6 Monaten.

2. Zwiebelsäckchen gegen Ohrenschmerzen

Die Zwiebel enthält entzündungshemmende und schmerzstillende Substanzen, die das Ohr beruhigen können.

So wird‘s gemacht:
• Eine mittelgroße Zwiebel klein schneiden und auf Körpertemperatur erwärmen (z.B. auf der  Heizung oder in der Mikrowelle) und anschließend in ein Tuch (Taschentuch, Waschlappen o.ä.) wickeln.
• Das Päckchen auf das schmerzende Ohr legen und mit einem Verband oder einem Stirnband fixieren. 
• Zwiebelsäckchen 1-2 Stunden wirken lassen. Bei Bedarf 2-3 mal täglich wiederholen.

3. Geriebener Apfel bei Durchfall

An apple a day keeps the doctor away! Bei Durchfall sollte der Apfel dafür allerdings (mit Schale!) gerieben werden. Äpfel enthalten den Ballaststoff Pektin. Durch das Reiben werden Pektine freigesetzt, die dann im Körper Flüssigkeit binden können.

4. Honig

Honig war schon in der Antike als Heilmittel bekannt. Der griechische Arzt Hippokrates setzte ihn zum Beispiel bei Fieber und offenen Wunden ein. Honig wirkt entzündungshemmend und  kann bei Husten, Hals- und Rachenentzündungen helfen.

TIPP: Manuka Honig: zur Wundheilung auch bei Verbrennungen, Desinfektion, gegen Pilzerkrankungen, Entzündungen diverser Art wie Halsschmerzen, Zahnfleisch uvm. Er wirkt antiseptisch, antibakteriell und antioxidativ. Darreichung: Manuka Honig pur, Manuka Creme, Manuka Zahnpasta, Manuka Gel, Manukaöl, Manuka Bonbons.

Achtung: Für Babys unter 12 Monaten ist Honig nicht geeignet, da er vereinzelt ein sporenbildendes Bakterium enthalten kann, dass bei Säuglingen zu schweren Lebensmittelvergiftungen führt.

5. Quarkwickel

Eine kühlende Quarkauflage kann bei Halsschmerzen Linderung verschaffen.
  So wird‘s gemacht:
• 250 g Quark (Fettstufe egal) etwa 1 cm dick mittig auf ein Küchenhandtuch streichen.
• Das Handtuch so falten, dass der Quark eingeschlossen ist und nicht mit der Haut in Berührungen kommt.
• Den Quarkwickel auf  oder um den Hals legen und mit einem Außentuch umwickeln.

Der  Quarkwickel kann 2 bis 3 Stunden angelegt bleiben. Bei Bedarf mehrmals am Tag wiederholen.

6. Salzwasserdampf

Beim Inhalieren befeuchtet der aufsteigende Wasserdampf die Atemwege, löst den Schleim und macht die Nase frei.

So wird‘s gemacht:
• Heißes Wasser in eine standfeste Schüssel geben.
• Etwa einen gestrichenen Teelöffel un behandeltes Salz (z.B. Meersalz) pro Liter einrühren.
• Den Kopf über die Schüssel beugen und den Dampf möglichst durch die Nase einatmen. Bei größeren Kindern ein Handtuch über den Kopf legen, damit der Dampf nicht entweicht.

Achtung: Kleinere Kinder beim Inhalieren am besten auf den Schoß nehmen, damit das heiße Wasser nicht versehentlich umkippt.

7. Den Kopf höher lagern

  Schlaf ist die beste Medizin. Wenn die Nase aber so verstopft ist, dass kein erholsamer Schlaf möglich ist, kann es helfen, den Kopf des Kindes höher zu lagern.

8. Gurgeln

Ein bewährtes Hausmittel bei Halsschmerzen: mit lauwarmem Salzwasser gurgeln (1 gestrichenen TL Salz auf ½ Liter Wasser). Als Alternative geht auch Kamillentee.

9. Hühnersuppe

Frisch gekocht ist sie ein Allrounder! Der Hühnersuppe wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Außerdem sollen die Dämpfe der heißen Suppe die Nasenschleimhäute befeuchten und die Nase sogar befreien. Weitere Pluspunkte: Sie enthält Vitamine, Eisen und Zink, die das Immunsystem stärken und sie hilft, den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen.

10. Kuscheln

Das wohl beste Hausmittel überhaupt! Nichts hilft dem Kind mehr als Kuscheleinheiten von Mama und Papa. Die Berührungen vermitteln ein Gefühl von Liebe und Schutz und wirken beruhigend auf das Kind. Außerdem wird dabei Oxytocin ausgeschüttet. Das Hormon stärkt das Immunsystem und kann für eine schnellere Genesung sorgen.

Naturheilpraktikerin Kerstin Kailus setzt auf sanfte Methoden: Immunsystem natürlich stärken

Das kindliche Immunsystem muss gerade in den ersten Kindergartenjahren sehr viel leisten. Infekte spielen dabei eine große Rolle, denn sie schulen das Immunsystem. Trotzdem können Eltern dabei unterstützend einwirken. Vitamin C über frisch gepresste Orangensäfte aber auch gute Nahrungsergänzung aus der Apotheke können für das kindliche Immunsystem hilfreich sein, besonders dann, wenn Kinder nicht viel Gemüse und Obst essen mögen. Gab es schon das ein oder andere Mal Antibitika, kann das Immunsystem auch über den Darm instabil werden. Dann sollte mit entsprechenden Probiotika aufgebaut werden. Infekte können aber auch sanft mit der Hilfe der Homöopathie begleitet werden. Hier empfiehlt sich auch über die Wintermonate 500 I.E Vitamin D am Tag zu geben. Was für Ihr Kind am sinnvollsten ist, ermitteln wir gerne im persönlichen Gespräch.

Naturheilpraxis Kerstin Kailus
Simrockstraße 190 • 22589 Hamburg
Tel. (040) 692782 60
https://praxis-kailus.de

Infekten vorbeugen: Gesundheit ...

... aus der Apotheke
Kräutertees mit den verschiedensten heilfördernden Wirkungen kann man lose in der Apotheke kaufen. So wirken Kräutertees beispielsweise: appetitanregend, verdauungsfördernd, antibakteriell, schmerzlindernd, schleimlösend (bei Husten).

... vom Wochenmarkt
Gegen viele Krankheiten ist ein Kraut gewachsen. So ist die Karotte ein echter Gesundmacher. Eine besonders lang gekochte Möhrensuppe zum Beispiel hat antibiotische Wirkung, hilft also gegen Entzündungen im Körper und bei Durchfall. Das natürliche Carotin in der Möhre wirkt mit seinen atioxidativen Fähigkeiten Krebs hemmend und als natürlicher Lichtschutz für die Haut.

Zur Stärkung des Organismus ist auch das Traumpaar Knoblauch und Ingwer ein Highlight. Ingwer gilt als das natürliche Aspirin®️ und kann die körpereigenen Abwehrkräfte stärken. Es hemmt die Wirkung von Stresshormomonen, soll die Verdauung fördern und die Fettverbrennung verbessern. Knoblauch gilt als Bazillenkiller – es wirkt antibiotisch. Zudem verbessert es den Blutfluss und kann das Wachstum von Krebszellen hemmen.

... aus dem Supermarkt
Joghurt stärkt das Immunsystem und schützt vor Erkältungen.

Schokolade berührt die Wohlfühlregionen im Gehirn und fördert die Endorphinausschüttung (Glückshormone). Je bitterer die Schokolade, desto gesünder. In der dunkleren Variante ist der Anteil antioxidativ wirkender Polyphenole höher.

... durch Bewegung
Auch, wenn es draußen langsam kalt und ungemütlich wird: frische Luft und viel Bewegung tut den Kindern und ihrem Immunsystem gut. Etwa eine Stunde sollten Kinder täglich im Freien verbringen – mit der richtigen Kleidung kein Problem! Auf unseren Kursseiten gibt es viele Angebote in unmittelbarer Nähe!

... durch Hygiene
Die Hände kommen ständig mit Keimen in Kontakt. Sie sind ein Übertragungs- weg für etwa 80 % aller ansteckenden Krankheiten. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife kann deshalb vor Infekten schützen.

ABER: Übertriebene Hygiene ist kontraproduktiv! Die Kinder dürfen mit Dreck in Kontakt kommen, denn so wird das Immunsystem trainiert.

... durch Atmosphäre
Kerzenlicht sorgt für Gemütlichkeit, tut der Seele gut – damit auch dem Körper. Vor dem Schlafen hilft ein schönes Buch auch Kindern nach einem aufregenden, stressigen Tag zur Ruhe zu kommen. Mit unseren Buchtipps haben wir spannende Ideen für Jungen und Mädchen zusammengestellt. Die frühe Dunkelheit ist quasi dafür geschaffen, es sich auch mal mit einem Familien-Spiele-Abend schön zu machen.

... durch Lachen
Lachen ist gesund, heißt es. Wer lacht ist glücklich, und Glücklichsein ist gut für das Immunsystem. Da sind die meisten Kinder aber gut aufgestellt. Lachforscher behaupten, dass Kinder durchschnittlich etwa 400 mal pro Tag lachen - wir Erwachsenen dagegen nur 15 mal.

... im Schlaf
Genügend Schlaf ist sehr wichtig für das Immunsystem. Aber wie viel Schlaf ist ausreichend? Die National Sleep Foundation (USA) gib diese Empfehlungen

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