School – Life – Balance: Prüfungsangst überwinden

Wenn Kinder Ängste in der Schule ­entwickeln?

School – Life – Balance: Prüfungsangst überwinden

© Shirin Tanja Sobhani

Glückliche, gesunde und leistungsfähige Kinder – der größte Wunsch aller Eltern. Doch was ist, wenn Kinder Ängste in der Schule ­entwickeln?

Die Prüfungsangst ist ein Klassiker unter den Heraus­forderungen in der Schulzeit. Neben der sehr ­hohen ­Anspannung in der Vor­bereitungszeit kommt es häufig in der Prüfung selbst zum Blackout. Manche ­schaffen gar nicht erst den Gang zur Prüfung und/oder versuchen, Klausuren sowie Referate zu vermeiden. Das muss nicht sein.

Diplom Pädagogin und approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin ­Shirin Tanja Sobhani gibt hilfreiche Tipps, mit denen Eltern ihr Kind ­unter­stützen können, Prüfungsängste loszuwerden und sich so auf Prüfungen ­einzu­stellen, dass das volle Leistungspotenzial abgerufen werden kann - und zwar dann, wenn es darauf ankommt.
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Prüfungsangst erkennen – Typische Symptome:

• Übermäßige Nervosität, sehr hohe Anspannung
• Körperliche Beschwerden wie Herzrasen, Herzklopfen, ­Schwitzen, ­Zittern, Mundtrockenheit, Enge oder Kloß im Hals, Übelkeit, ­Bauchschmerzen, ­ Durchfall, Harndrang, Schwindel
• Aufdrängende Gedanken, dass das Prüfungsergebnis schlecht wird, ­ Sorgen, nicht zu ­bestehen oder das Erlernte nicht abrufen zu können
• Erhebliche Konzentrationsschwierigkeiten, abschweifende Gedanken bis hin zum Blackout
• Albträume, Ein- und/oder Durchschlafschwierigkeiten
• Prüfungen und Klausuren vermeiden wollen, sich vor Referaten ­drücken

Prüfungsangst überwinden – Das hilft:

• Hintergrund der Prüfungsangst verstehen
Eltern und Kinder sollten sich klar werden über die Ursachen von Prüfungsangst, z.B. übermäßiger Leistungsanspruch oder Leistungsdruck von ­Seiten der Eltern. Ist die Furcht vor Misserfolg höher, als die ­Hoffnung zu bestehen? Besteht ein zu Selbstkritik neigendes ­Temperament, ­Perfektionismus, Überforderung? Gibt es zu wenig Ausgleich im ­Alltag, d.h. keine Balance? Haben die Kinder viel Stress und damit ein hohes Erregungsniveau?

• Effektive Lernstrategien etablieren
Stets auf Lernpausen achten, Wiederholungen systematisch angehen, aktives Lernen üben, d.h. persönlichen Bezug zu Lerninhalten herstellen

• Grundanspannung senken mit Entspannungsverfahren (Yoga, PMR, Autogenes Training, Hypnose)

• Selbstwert + Selbstwirksamkeitsempfinden erhöhen

• Konzentration trainieren + positive Gedanken lenken

Konkrete Tipps für Eltern

• Für einen ausgeglichenen Alltag sorgen indem eine sinnvolle Tagesstruktur etabliert wird inkl. Lernpausen, Wiederholungen, Sport, Schlaf, soziale Kontakte, Freunde treffen, Genuss-Momente
• Dem Kind helfen, negative Selbstkritik abzulegen, stattdessen auf ­ bisherige Erfolge verweisen
• Über die Macht der Gedanken sprechen und Erfolge, Träume, Wünsche ­ visualisieren
• Jede Gelegenheit nutzen, dem Kind Anerkennung zu schenken
• Professionellen Rat einholen und auf externe Hilfen zurückgreifen, wenn Sie selbst nicht gut an Ihr Kind herankommen und sich das Kind selbst im Weg zu stehen scheint

Doch Vorsicht! Besondere Beachtung verdient ...
Wenn das Kind bereits weitere Symptome zeigt (Ängste weitern sich aus, das Essverhalten wird auffällig, übermäßige Traurigkeit stellt sich ein) sollte bei Kinder- und Jugendpsychotherapeuten abgeklärt werden, ob eine psychische Störung vorliegt und ob das Kind vornehmlich seelische Unterstützung benötigt oder in der jetzigen Schulinstitution kognitiv überfordert ist. Meist können die Familien durch einen Blick von außen durch Therapeuten und spezialisierte Coaches sofort entlastet werden.

PSYCHOTHERAPEUTISCHE PRIVATPRAXIS Dipl. Päd. Shirin Tanja Sobhani
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin - Verhaltenstherapie + Coaching
Am Feenteich 4, 22085 Hamburg
Fon: +49 40 696 44 997
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