Kinderkleiderschrank ausmisten

Tipps und Tricks

Kinderkleiderschrank ausmisten

Foto: Pixabay.de

Am Ende des Jahres quillt der Kleiderschrank im Kinderzimmer förmlich über. Über die vergangenen Monate haben sich zahlreiche Kleidungsstücke angesammelt. Viele davon gehören eigentlich aussortiert. Oftmals fällt es Eltern schwer, sich von alter Kinderkleidung zu trennen. Wie geht man das Ausmisten am besten an?

Mindestens zweimal jährlich aussortieren

Binnen kürzester Zeit wird man von Kleidungsstücken für die Kleinen fast erschlagen. Ob es nun um Pullover oder Unterhosen, um Anziehsachen für den Winter oder herbstliche Kleidung geht. Der Grund dafür: Kinder wachsen rasant aus ihren Anziehsachen heraus. Auch beim Toben gehen Anziehsachen schnell kaputt. Dadurch sammeln sich umso schneller unbrauchbare Kleidungsstücke an. Wenn es um neue Sachen geht, schlägt man angesichts eines großen Angebots an schönen Kinderkleidungsstücken gerne zu. Damit die neuen Kleider aber auch Platz im Kleiderschrank haben, sollte man die Anziehsachen der Kleinen mindestens zweimal im Jahr aussortieren. Am besten je zum Frühjahr- und Winterbeginn. Aussortiert wird nicht nur, was zu klein geworden ist. Auch, was kaputt oder schlicht zu viel ist, gehört ausgemistet.

In Zeiten der Nachhaltigkeit

Näht und flickt man Kaputtes lieber, als es wegzuwerfen. Reparierbare Kleidungsstücke beim Aussortieren am besten an einen gut sichtbaren Platz legen und mit einer persönlichen Reparatur-Deadline arbeiten. Was man innerhalb der Frist nicht näht oder flickt, wird zur Reparatur gegeben.

Wieso das Ausmisten bei Kindersachen derart schwer fällt

Es kann noch so viel Unordnung herrschen. Trotzdem kostet das Ausmisten der Kinderkleidung die meisten Eltern Überwindung. Das hat mehrere Gründe. Zum einen sind die Anziehsachen in den meisten Fällen gar nicht alt. Kinder wachsen schnell und brauchen permanent neue Kleider. Pullis und Hosen, aus denen sie herauswachsen, sind oftmals bestens erhalten. Kaum getragene Kleidung kurz nach der Anschaffung wieder auszusortieren, kommt vielen Eltern unangemessen vor. Hinzu kommt der emotionale Wert, den man mit den Kinderkleidungsstücken verbindet. Mit dem Bärchen-Body, in dem der Sohn auf dem Boden herumgerobbt ist. Oder dem schönen Blumenkleid, das die Tochter zur letzten Hochzeit getragen hat. Erinnerungen an schöne Momente sind mit vielen der Anziehsachen assoziiert. Aus diesem Grund stapeln Eltern eigentlich unbrauchbar gewordene Kinderkleidungsstücke oft über Jahre. Trotzdem sollte man aus Erinnerungsgründen nicht zu viel aufheben. Idealerweise höchstens eine Kiste.

Wie wäre es mit Fotos?

Wer sich nur schwer trennen kann, macht Foto-Shooting mit den jeweiligen Kleidungsstücken. So lässt sich der Erinnerungswert bewahren, ohne dass die Dinge aufgehoben werden müssen.

Wohin mit den aussortierten Anziehsachen?

Kaputte, extrem verdreckte und deutlich abgetragene Kleidungsstücke entsorgt man lieber sofort. Anders verhält es sich mit besser erhaltenen Klamotten. Wer mehrere Kinder hat, will die Anziehsachen vielleicht für den jüngeren Nachwuchs aufbewahren. In diesem Fall packt man die Kleider am besten in detailliert beschriftete Kisten. Hat man nur wenig Platz, verleiht man die Anziehsachen an Freunde mit Kindern. Man erbittet sie einfach zurück, sobald die Jüngsten sie brauchen. Und was, wenn man die aussortierten Dinge selber gar nicht braucht? Abhängig vom Erhaltungszustand bieten sich viele Alternativen zur Tonne an.

In Hamburg und anderen Großstädten gibt es viele Möglichkeiten, Kinderkleidung zu spenden. Grundsätzlich stehen Altkleider-Container den Kleiderkammern sozialer Einrichtungen gegenüber. Kirchlichen Hilfswerke akzeptieren getragene Kinderkleidung in gutem Erhaltungszustand gerne. So beispielsweise die Caritas oder Diakonie.

Verkaufen
Besonders kostspielige Anschaffungen, die kaum getragen wurden, möchten Eltern vielleicht nur gegen Geld abgeben. Eine Möglichkeit sind Kleinanzeigen-Portale und -Apps. Die Anziehsachen für das Inserat sollten Eltern mehrmals vor einem klaren Hintergrund ablichten und detailliert beschreiben. Ein ansprechender Titel wirkt sich verkaufsfördernd aus. Falls mehrere Kleidungsstücke verkauft werden sollen, bietet man sie am besten im Paket an.

Tauschen
Regelmäßig werden von Kinderhäusern und anderen Institutionen in Städten wie Hamburg Tauschtage für Kindersachen angeboten. Auch im Internet gibt es heutzutage genügend Portale zum Tauschen. Auf nebenan.de lassen sich aussortierte Kleidungsstücke beispielsweise als Tauschware einstellen.

Flohmärkte
Wer den Kinderkleiderschrank im Frühjahr aussortiert, kann die Anziehsachen direkt auf Kinderflohmärkte bringen. Solche finden in Kitas, Kirchen, Schulen und an öffentlichen Plätzen statt. Die Standgebühren betragen hier bis zu 20 Euro. Für ein einziges Kleidungsstück lohnt sich der Flohmarkt also nicht. Außerdem liegt Trödeln nicht jedem. Wer Spaß daran hat, sollte die Sachen vorab gut waschen und mit Preisschildern ausstatten.

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