Raus aus der Stadt: Umzug mit Kindern

Wie man den Ortswechsel sanft gestalten kann

Raus aus der Stadt: Umzug mit Kindern

Foto: Evgeny Atamanenko

Ein Umzug ist allein schon stressig genug. Alles muss verpackt werden, ein Umzugswagen gemietet und Behördengänge erledigt werden. Aber ein Umzug bedeutet auch immer Abschied zu nehmen von Bekannten, Nachbarn und manchmal auch von Freunden. Erwachsene wissen damit umzugehen. Doch was ist mit den Kindern? Ihnen zuliebe wird man kaum auf einen Umzug verzichten können. Aber: Mit ein wenig guter Planung und Vorbereitung kann man den Ortswechsel auch sanft gestalten!

Vor dem Umzug
Bereiten Sie Ihr Kind altersgerecht auf den Umzug vor. Steht der Termin fest, veranschaulichen Sie z.B. die Dauer bis dahin mit einem eigens gestalteten „Kalender“, der durch Abschneiden eines Feldes für jeden vergangenen Tag ein wenig schrumpft. So rückt der Umzug allmählich näher und Ihr Kind hat es im Blick, bevor es plötzlich und aus heiterem Himmel mit dem vorfahrenden Möbelwagen konfrontiert wird!

Zeitpunkt günstig wählen
Innerhalb der möglichen Grenzen sollte man als Familie den Zeitpunkt eines Umzuges mit Bedacht wählen. Der Freitag ist dafür am besten geeignet. So können alle Familienmitglieder, vor allem aber die Kinder, das Wochenende nutzen, um sich ein wenig einzuleben, bevor montags wieder der Kita-, Schul- oder Büroalltag beginnt. Falls ein Schulwechsel ansteht, ist ein Umzug in den Sommerferien von großem Vorteil. Dadurch kann sich das Kind vor Schulbeginn an die neue Umgebung gewöhnen.

Gemeinsam planen
Planen Sie das neue Kinderzimmer gemeinsam. Welche Farben soll es haben? Ein Hochbett? Ein fester Schlafplatz für Übernachtungsbesuch „alter“ und künftiger Freunde? Kann in der neuen Wohnung sogar der Traum eines Haustiers erfüllt werden? Alles, was möglich ist und tröstet, ist gut! Lassen Sie Ihr Kind so weit wie möglich auch an anderen Entscheidungen teilhaben, sei es die Einrichtung des Wohnzimmers oder die Gestaltung des Gartens. Das schafft eine Beziehung zum neuen Heim und macht Kinder einfach stolz.

Während des Umzugs Während des Umzugs sollte man die Kinder mit einbeziehen. Schon Kleinkinder sind in der Lage, ihr Spielzeug geordnet in Kartons zu verpacken. Erledigen Sie diese Arbeit gemeinsam, während Sie über das neue Kinderzimmer plaudern und planen, wo demnächst alles hinkommt. Um den Kindern während des Umzugs einen Rückzugsbereich zu bieten, versuchen Sie die Einrichtung des neuen Zuhauses so zu organisieren, dass das Kinderzimmer zuerst eingerichtet wird.

Nach dem Umzug
Vertrautes schafft Geborgenheit. Der Umzug bietet deshalb keine gute Gelegenheit, die gesamte Kinderzimmereinrichtung auszutauschen. Ganz im Gegenteil: Umso mehr Vertrautes Sie aus der alten Heimat übernehmen können, desto besser. Auch Alltagsrituale bieten einen wichtigen Halt für die Jüngsten. Dazu gehören sowohl die Sitzordnung am Esstisch, als auch bestimmte Vorgehensweisen im Tagesablauf. Größere Kinder hinhegen streben häufig die Veränderung geradezu an. Sie wünschen sich vielleicht schon lange neue Möbel, einen schicken Wandanstrich oder eine veränderte Tagesstruktur. Reden Sie mit Ihren Grundschulkindern oder Teenagern darüber, welche Verbesserungen Sie sich am neuen Wohnort wünschen und was sie gerne beibehalten möchten.

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