Wenig Platz im Kinderzimmer? Kein Problem!

Genügend Raum für Kreativität und Fantasie

Wenig Platz im Kinderzimmer? Kein Problem!

Pixabay.com © vincentime2000 (CC0 Creative Commons)

Der Wohnungsmarkt ist nicht nur in Hamburg in einer schwierigen Situation. Wohnraum wird immer teurer, immer mehr Menschen interessieren sich für immer weniger Wohnungen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Familien auf immer kleinerem Raum leben. Oft ist das Kinderzimmer deshalb nur noch wenige Quadratmeter groß. Doch wie nutzen Familien das begrenzte Platzangebot am effektivsten? Wie finden Bett, Schrank, Tisch und Spielsachen im kleinen Kinderzimmer Platz? Folgende Tipps helfen dabei, das Kinderzimmer platzsparend einzurichten – sodass trotzdem noch genügend Raum für Kreativität und Fantasie bleibt.

Kombinierte Möbel schaffen Platz

Kinderzimmer sollen heute für jedes Alter passend eingerichtet sein, denn ein Baby stellt andere Bedürfnisse an ein Kinderzimmer als eine Jugendliche. Und obwohl sich viele Eltern ein Kinderzimmer mit mindestens 16 Quadratmetern Größe wünschen, entspricht dies leider häufig nicht der Realität. Möbel sollten dementsprechend so ausgewählt sein, dass sie zum einen längere Zeiträume überdauern können und zum anderen mehrere Möbelstücke in sich vereinen. Viele Möbelhersteller bieten somit beispielsweise Wickelkombinationen an, die sich später zum Schreib- oder Maltisch umfunktionieren lassen. Auch viele Gitterbetten lassen sich, wenn das Kind größer ist, als Couch oder Juniorbett nutzen. Eine weitere Option ist der Kauf eines kombinierten Hochbetts für Kinder. Diese gibt es sowohl für größere Kinder als auch in überschaubaren Größen für Kleinkinder, die bereits selbst eine Leiter benutzen können. Die Mini-Hochbetten bieten mit einer hohen Bettumrandung größtmögliche Sicherheit für kleine Kinder, eine Rutsche und unter dem Hochbett selbst die Möglichkeit, eine Spiel- oder Bastelecke einzurichten. So wird das Zimmer auch in seiner Höhe besser ausgenutzt. Je nach den Vorlieben des Kindes ist das Bett verschieden designt. Mögliche Ideen sind:

• Piratenschiff
• Schloss
• Indianer-Tipi
• Zoo/Bauernhof

Doch natürlich sind hier der Fantasie von Kind und Eltern keine Grenzen gesetzt. Eine große Kuschelhöhle mit vielen Decken und Kissen ist zum Beispiel auch möglich.

Stauraum ohne Ende!

Kinder besitzen überraschend viele Dinge. Obwohl die meisten Eltern sich noch während der Schwangerschaft, spätestens aber nach der Geburt sagen, dass sie ihr Kind natürlich nicht mit Spielzeug überschütten werden – Großeltern, Tanten, Onkel und Freunde werden trotzdem zu jeder Gelegenheit Kuscheltiere, Spiele, Bauklötze oder Bücher schenken. All diese Dinge brauchen Platz. Deshalb sind Kisten und Körbe, die unter dem Schreibtisch, in Regalen oder unter dem Bett verstaut werden können, Gold wert. Eltern können hier gern auch in die Höhe denken – Dinge, die nicht (mehr) oder nur selten benutzt werden, müssen nicht in ständiger Reichweite sein. Spielzeuge, mit denen das Kind regelmäßig spielt, werden dafür in Bodennähe aufbewahrt, sodass das Kind sich selbst bedienen kann.

Achtung: Wer Regale oder Schränke im Kinderzimmer aufstellt, muss auf die Sicherheit für die Kinder achten. Gerade Kleinkinder neigen dazu, an diesen Möbelstücken hochzuklettern, sodass Eltern sie unbedingt an der Wand befestigen.

In Ermangelung von Stauraum und damit das Kind immer Spielzeuge parat hat, richten viele Eltern ihren Kindern im Wohnzimmer eine kleine Spielecke ein. Auch hier eignet sich eine große Kiste, in der einige Lieblingsspielzeuge aufbewahrt sind, besonders gut. Sie kann in einem Schrank oder Regal verschwinden und schon herrscht Ordnung.

Chaos herrscht im Kinderzimmer bitte nur, wenn gerade gespielt wird. Eine feste Aufräumzeit am Abend hilft, eine Routine zu lernen und das Zimmer ordentlich zu halten.

Ordnung ist das A und O

Je kleiner das Kinderzimmer, desto wichtiger ist eine Grundordnung. Denn wenn überall auf dem Fußboden Spielzeuge und Bastelsachen verteilt sind, hat das Kind weder die Möglichkeit, sich kreativ zu entfalten, noch kann irgendjemand sich frei im Raum bewegen. Bei der Planung des Zimmers berücksichtigen Eltern also, dass sich alle Dinge schnell aufräumen lassen, am besten vom Kind selbst. Je nach Alter macht es Sinn, die Kisten und Regale entweder zu beschriften oder mit entsprechenden Bildern zu versehen, sodass das Kind genau weiß, was wohin gehört. Kleinere Kinder benötigen beim Aufräumen mehr Hilfe, größere Kinder räumen ihre Dinge allein weg. Um das Aufräumen in die tägliche Routine zu integrieren, können Eltern eine feste Aufräumzeit einrichten, in der alle Familienmitglieder sich dieser Tätigkeit widmen. Eine halbe bis eine Stunde am Abend nutzt die Familie, ihre Wohnung aufzuräumen, bevor es ins Bett geht.

Um im Kinderzimmer Platz zu sparen, lagern Eltern verschiedene Spielzeuge aus. Bücher sind zum Beispiel am besten dort aufgehoben, wo auch viel gelesen wird.

Regelmäßig aus- und umsortieren

Spielsachen, die das Kind nicht mehr nutzt, und Kleidung, aus der das Kind herausgewachsen ist, nehmen im Kleiderschrank oder Regal nur Platz weg. Eltern achten deshalb darauf, mindestens ein- bis zwei Mal im Jahr alle Sachen des Kindes durchzusortieren. Kleidung wird entweder für ein zweites Kind eingelagert oder verkauft beziehungsweise weitergegeben, mit Spielsachen lässt sich ebenso verfahren. Bei größeren Kindern, die nicht mehr so schnell aus ihren Kleidern herauswachsen, können Eltern die Kleidung auch nach Saison sortieren. Sachen, die derzeit nicht getragen werden, finden vielleicht unter dem Elternbett oder auf dem Speicher Platz. Der Kleiderschrank enthält somit ausschließlich Dinge, die das Kind auch trägt.

Darüber hinaus lassen sich Gegenstände, die selten direkt im Kinderzimmer benutzt werden, auch an anderen Orten verstauen. Wird beispielsweise vorrangig in der Küche oder im Wohnzimmer gebastelt, kommen alle Bastelsachen in eine Kiste in die Nähe des Basteltischs. Findet die Vorlesezeit im Elternbett statt, können die Kinderbücher im elterlichen Schlafzimmer unterkommen. So schaffen Eltern Platz im Kinderzimmer, den die Kinder frei nutzen können.

Die Farbgestaltung des Zimmers

Obwohl die meisten Kinder es bunt lieben, sollten Eltern gerade in kleinen Räumen Farben dosiert einsetzen. Anstatt alle Wände bunt zu tapezieren, wird nur eine Wand farbig gestrichen. Die Farbe sollten Eltern dabei bewusst auswählen, denn auch auf Kinder wirkt die Farbpsychologie. Wenn alle Farben, die im Kinderzimmer zur Einrichtung und Wandgestaltung genutzt werden, aus der gleichen Farbfamilie kommen, wirkt das Zimmer in sich harmonisch und überflutet das Kind nicht mit Reizen. So kann das Kind sich frei entfalten.

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